Am von Eva Piepenbrock

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Fleisch per Post: Gekühlt ohne Styropor?

Der Webshop "Kalieber" versendet Frischfleisch und Wurstwaren per Post. Das Fleisch erfüllt höhere Tierwohl-Standards. Aber das hohe Verpackungsaufkommen war den Gründern und vielen Kunden lange ein Dorn im Auge. Jetzt gibt es eine Alternative.

Daran kommt kein Online-Shop-Betreiber vorbei - auch keiner, der besonders ökologisch und nachhaltig produzierte Ware verkauft: Das Produkt muss bruchsicher verpackt und schnellstmöglich zum Kunden geliefert werden. Handelt es sich bei dem Versandprodukt um Frischfleisch, kommen hohe gesetzliche Anforderungen hinzu. f3 hat mit Sarah Dhem, Geschäftsführerin des Webshops "Kalieber" über eine Verpackungsalternative zu Styropor gesprochen, die das Jungunternehmen seit kurzem ausprobiert.

f3 - farm. food. future.: Was hat Kalieber dazu gebracht, eine alternative Verpackung für den Fleischversand einzuführen?

Sarah Dhem: Der eigene Verstand?! Dass Styroporboxen nicht als ökologisch und nachhaltig durchgehen, liegt auf der Hand. Wir haben aber zwei Jahre gebraucht, um eine Alternative zu finden, die die gesetzlichen Anforderungen an die Temperaturführung auch wirklich einhalten. Das war bei allen anderen Varianten in unseren Tests nicht der Fall.

Kühlakkus kommen nach wie vor zum Einsatz. Aber die Styropor-Box wurde durch Dämmung aus Zellulose ersetzt. Der Verbraucher muss einen Aufpreis zahlen. (Bildquelle: Kalieber)

Schreckt Verpackungsmüll Kunden ab?

f3: Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es für den Versand von Frischfleisch?

Sarah: Die Ware muss beim Kunden gekühlt unter 7 °C ankommen, tiefgekühlte Ware sogar unter -18°C. Da gibt es keine Toleranzgrenze! Diese Vorschriften bestehen und alle,...