Am von Anja Rüweling

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Frischhaltefolie aus Holz, Gras und Wachs

Das schwäbische Start-up „Apomore“ entwickelte eine plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie und setzt dabei auf abbaubare Materialien. Im Interview mit f3 erzählt Gründer Daniel Birkhofer, wie die Idee entstanden ist und was McDonalds damit zu tun hat.

f3 - farm.food.future: Was genau macht ihr?

Daniel Birkhofer gründete "Apomore" 2013 zusammen mit Steffen Krötz. (Bildquelle: Corinna Spitzbarth Fotografie)

Daniel Birkhofer: Wir bieten umweltfreundliche Verpackungslösungen, wie zum Beispiel das „Tütle“ an, und neuerdings auch das „Bee-Paper“. Das ist ein mit Bienenwachs beschichtetes Graspapier, das als Verpackung von Wurst, Käse, Obst, Gemüse oder Brot genutzt werden kann. Wir wollten ein Frischhaltepapier für Lebensmittel entwickeln, das kein Plastik enthält, zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, in der Biotonne entsorgt oder zuhause kompostiert werden kann.

f3: Wie seid ihr auf die Idee gekommen mit Bienenwachs zu arbeiten?

Daniel Birkhofer: Die Idee mit dem Bienenwachs kam von einem 14-Jährigen. Er hat bei „Jugend forscht“ mitgemacht und sich in dem Rahmen – und auch vorher schon – mit Bienen beschäftigt. Der Schüler hat festgestellt, dass es im Bienenstock nahezu keimfrei ist und Wachs antibakterielle Eigenschaften hat. Er ist auf uns zugekommen und wollte das Tütle-Papier nutzen, um es mit Wachs zu beschichten. Die Ergebnisse seiner Experimente waren so spannend, dass wir ein Produkt daraus machen wollten. Es hat dann nochmal vier Jahre gedauert, bis wir eine industrielle Lösung gefunden hatten.

Gras...