Am von Eva Piepenbrock

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So entsteht In-vitro-Fleisch

Im Reagenzglas gezüchtetes „Fleisch“ stellt für einige Wissenschaftler die Hoffnung dar, den wachsenden Fleischhunger der Weltbevölkerung zu stillen. Wir erklären Schritt für Schritt, wie In-vitro-Fleisch entsteht.

In-vitro-Fleisch (IVF) gilt als innovative Art der Fleischproduktion, die nachhaltiger, gesünder und tierleidfrei sein soll. Ob und wie dies erreicht werden kann, stellt Forscher und Unternehmen noch vor große Herausforderungen. Ein Verfahren für die Produktion großer Mengen gibt es bisher nicht. Angelehnt an die Studie "In-vitro-Fleisch" von Inge Böhm, Arianna Ferrari und  Silvia Woll zeigen wir, wie das Laborfleisch entsteht.

Schritt 1: Zellen

Muskelbiopsie ist ein Verfahren zur Entnahme von Muskelgewebe, das eigentlich der Diagnostik von Muskelerkrankungen dient. (Bildquelle: Christina Helmer)

Die Herstellung von IVF benötigt an mehreren Stellen tierische Bestandteile. Durch Muskelbiopsie werden lebenden Tieren Muskelstammzellen entnommen. Es reichen wenige Zellen, um die Produktion von verhältnismäßig viel Fleisch anzuschieben. Das Tier muss zur Zellentnahme nicht getötet werden.

Schritt 2: Nährmedium

(Bildquelle: f3)

Muskelzellen brauchen zum Wachsen Nahrung von einem Nährmedium. Wichtigster Bestandteil dessen ist fetales Kälberserum. Man...