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Stimmen von Food-Start-ups: Corona-Krise als Chance

Mehr Umsatz und Bestellungen, aber zu wenig Auslieferfahrzeuge und helfende Hände: Online-Hofläden, Food-Start-ups und digitale Vermarktungsplattformen profitieren von der aktuellen Situation. Sie bringt aber auch Herausforderungen für die Gründer mit sich.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie bestellen Verbraucher 26 % mehr Ware online. Zu dem Ergebnis kam die Marktforschungsplattform Appinio im Rahmen ihrer Konsumstudie Corona. Zu den Profiteuren der Krise zählen aktuell Online-Hofläden, digitale Vermarktungsplattformen und Wochenmärkte. So gab Eike-Claudius Kramer von "Wochenmarkt24" aus Bielefeld im Gespräch mit f3 an, dass sich die Bestellmengen seit Beginn der Krise mehr als verdoppelt haben. „Der Lieferservice ohne Kundenkontakt an der Haustür ist in dieser Situation nun absolut prädestiniert“, erklärt er.

Auch wenn der Anlass alles andere als wünschenswert ist, Corona könnte für B2C-Online-Food Start-ups wie uns ein Durchbruch sein.

Jule Willing

Auch Annika Ahlers, Gründerin von "Anni´s Bauernbox" aus Münster, bestätigt 120 % mehr Bestellungen. Sie liefert Produkte von Landwirten aus dem Münsteraner Umland an Kunden in die Stadt. „Wir nutzen dazu Pfandboxen, die aktuell sehr knapp sind, sodass wir schon auf Kartons ausweichen mussten“, sagt Annika. Ähnlich ergeht es Dr. Julia Köhn von „Pielers“. Erzeuger aus ganz Deutschland sind auf der Direktvermarktungsplattform gelistet und versenden ihre Produkte direkt an die Kunden. Die Logistik funktioniere gut, so Julia auf Nachfrage von f3: „Jetzt müssen wir schnell Nachschub bei den Verpackungen besorgen.“

Herausforderungen für die Start-ups

Der Marktstand von regionalen Händlern, Metzgern und Hofläden wird ins Internet verlegt. (Bildquelle: Markterei)

Neben Verpackungen waren zu Beginn der Corona-Krise zunächst auch andere Ressourcen knapp. Bei Wochenmarkt24 fehlte es an Personal und Kühlfahrzeugen für die...


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