Am von Eva Piepenbrock

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Food Startup Campus 2021

Vertriebskanal: Supermarkt, Biomarkt, Webshop oder Drogerie?

Beim richtigen Vertriebskanal haben Gründerteams die Qual der Wahl. Drei Start-ups geben Tipps, welches Food-Produkt sich wo am besten verkaufen lässt. 

Mit welchem Food-Produkt hat ein Jungunternehmen die Chance, im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gelistet zu werden? Welches eignet sich besser für den Vertrieb im E-Commerce? Oder sind Biomärkte und Drogerien der richtige Vertriebskanal? Diese Fragen stellen sich die meisten Gründerteams im Food-Bereich immer wieder. Beim Food Startup Campus 2021 in der vergangenen Woche gaben drei Jungunternehmer Einblicke in ihre Vertriebsstrategien. 

Fokus auf dem Online-Channel: Warum und für welche Produkte?

Thomas Kley ist der Gründer von „Löwenanteil“, ein Start-up aus Oldenburg, das proteinreiche Premium-Fertiggerichte vermarktet. Er setzte von Anfang an auf den Vertrieb über das Internet. „Das hat zuerst einmal einen rein physischen Grund“, sagte der 32-Jährige während der Online-Diskussion. „Unsere Produkte müssen nicht gekühlt werden und eignen sich gut für den Vorratskauf.“ So sei es für die Kunden bequemer, sich die recht schweren 850-g-Gläser per Post nach Hause liefern zu lassen, anstatt sie selbst vom stationären Handel heimtragen zu müssen. Weitere Begründungen „Pro Online-Shop“ in der Zusammenfassung:
  • Erwartung der Zielgruppe: Thomas zufolge sucht die Zielgruppe eher im Netz nach der Lösung für ihr Ernährungsproblem als im stationären Handel. Dort werden eher keine spezialisiertem Sportler und/oder Convenience-Produkte erwartet. Jedes Start-up muss wissen, wo seine Zielgruppe zuhause ist.
  • Verzehr-Ort: Der Verzehr der Ware findet meist zuhause oder im Büro statt. Beide Orte können gut beliefert werden. 
  • Kommunikation: Die positiven Produkteigenschaften können sich Thomas zufolge gut online erklären lassen. Auch die Markenstory, die darauf ausgelegt ist, den „Glamour- und Premiumfaktor in das Segment Fertiggerichte“ zu bringen, lässt sich auf professionellen Online-Kanälen besser erzählen. 
  • Newsletter und Ads: Das Marketing lässt sich über Newsletter und Social Ads auf Instagram und Facebook steuern. Auch mit Influence Marketing hat das Start-up gute Erfahrungen gemacht.
  • Kundenfeedback: Mit der wichtigste Aspekt für das Start-up, seine Produkte online zu vermarkten, sei die Möglichkeit, direktes Kundenfeedback einzuholen. Ob über Umfragen oder die Feedback-Option im Shop – das Team lerne sehr viel und sehr schnell mithilfe des Kundenfeedbacks. „Wir erfahren, ob...