Am von Eva Piepenbrock

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Wurst via Web

Nur wer loslegt, kann wachsen. Die „Wurstgeschwister“ zeigen: Ein Start-up gründen geht auch mit seichtem Start. Man muss sich buchstäblich durchwursteln.

Ein Adventskalender aus Wurstgläschen, Minifrikadellen und Pfefferbeißern,  ein Wurst-Osterhase oder ein rotes Mettwurst-Herz zum Valentinstag. Solche verrückten Ideen laufen am besten. Das sind die Erfahrungen der Schwestern Anja und Nadine Rüweling aus dem westlichen Münsterland in Nordrhein-Westfalen. Sie haben mit ihrem Bruder Daniel Mitte 2016 die „Wurstgeschwister“ gegründet: Einen Online-Shop, der die Produkte der elterlichen Firma Fleischwaren Rüweling in neuer Optik vermarktet.

Nadine (links) und Anja Rüweling aus Nordrhein-Westfalen vertreiben die Wurst der elterlichen Fleischerei im neuen Gewand. (Bildquelle: Wurstgeschwister)

So fing jedenfalls alles an. „Am Anfang dachten wir noch, das wird einfach ein neuer Vertriebsweg für Papa“, sagt Anja, 30 Jahre. „Aber wir haben immer weitergesponnen und neue Ideen entwickelt“, ergänzt Nadine, 29. So veränderte sich die Geschäftsidee kontinuierlich weiter. Manches lief, anderes weniger. „Eigentlich ist das hier viel ,Trial and Error‘“, sagen die Schwestern. Aber egal: Der Anfang ist gemacht.

Wir haben immer weitergesponnen und neue Ideen entwickelt.

Nadine Rüweling

Das Leben umgekrempelt

Die Gründung im August 2016 bedeutete für Anja und Nadine einen großen Bruch im Lebenslauf. Beide hatten sich längst vom Familienunternehmen im ländlichen Heimatort verabschiedet: Anja lebt in Hamburg, strebte nach dem Journalistik-Studium eigentlich eine Karriere als Kriegs- und Krisenreporterin an. Nadine wohnt in Berlin und realisierte als Projektmanagerin Bildungsprojekte an Schulen. Nix mit Wurst also.

Im Online- und Vertriebs-Bereich haben sich die jungen Frauen vieles selbst beigebracht. (Bildquelle: Drießen)

Doch ständig bestellten Freunde und Kollegen in den...