farm Gründerwerkstatt

Fotos, die es in sich haben

Sentinel-2 verfügt über einen hochauflösenden multispektralen Imager mit 13 Spektralbändern. Viele Start-ups nutzen dieses Bildmaterial. (Foto: esa.int)

Diese Start-ups geben Landwirten mit Bilderkennungsalgorithmen Hinweise auf Pflanzenschutz oder Nährstoffversorgung.

Viele Start-ups und Unternehmen arbeiten derzeit daran, Satellitenbilder und Aufnahmen von Hyperspektralkameras in landwirtschaftliche Anwendungen umzuwandeln. Diese sollen Landwirten, Lohnunternehmern und Beratungsstellen Hinweise zu Pflanzenschutz und Nährstoffversorgung geben. Unsere Übersicht hat daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll aber eine Vorstellung davon vermitteln, was sich auf dem Markt so tut.

Spacenus

Spacenus“ aus Darmstadt will Landwirten eine präzisere Düngung ihrer Pflanzen ermöglichen. Es kann über Sentinell-Satellitenbilder Aussagen über die Bodenbeschaffenheit eines Ackers treffen. Spacenus kombiniert diese Bilder mit Smartphonefotos, die der Landwirt an vier bis fünf vom Start-up empfohlenen Standorten auf dem Acker aufnimmt. Eine KI schließt von der Grünfärbung der Pflanze auf ihre tatsächliche Nährstoffversorgung mit Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel und Magnesium und setzt das in Relation zu den Satellitenbildern.

Derzeit laufen Pilotversuche mit 60 Landwirten in Weizen. Die Übertragung der Analyseergebnisse in Applikationskarten ist nach Start-up-Angaben herstellerübergreifend möglich. Ende 2019 gab Spacenus eine strategische Partnerschaft mit dem Düngemittelhersteller K+S bekannt.

Peat

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Diese Start-ups geben Landwirten mit Bilderkennungsalgorithmen Hinweise auf Pflanzenschutz oder Nährstoffversorgung.

Viele Start-ups und Unternehmen arbeiten derzeit daran, Satellitenbilder und Aufnahmen von Hyperspektralkameras in landwirtschaftliche Anwendungen umzuwandeln. Diese sollen Landwirten, Lohnunternehmern und Beratungsstellen Hinweise zu Pflanzenschutz und Nährstoffversorgung geben. Unsere Übersicht hat daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll aber eine Vorstellung davon vermitteln, was sich auf dem Markt so tut.

Spacenus

Spacenus“ aus Darmstadt will Landwirten eine präzisere Düngung ihrer Pflanzen ermöglichen. Es kann über Sentinell-Satellitenbilder Aussagen über die Bodenbeschaffenheit eines Ackers treffen. Spacenus kombiniert diese Bilder mit Smartphonefotos, die der Landwirt an vier bis fünf vom Start-up empfohlenen Standorten auf dem Acker aufnimmt. Eine KI schließt von der Grünfärbung der Pflanze auf ihre tatsächliche Nährstoffversorgung mit Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel und Magnesium und setzt das in Relation zu den Satellitenbildern.

Derzeit laufen Pilotversuche mit 60 Landwirten in Weizen. Die Übertragung der Analyseergebnisse in Applikationskarten ist nach Start-up-Angaben herstellerübergreifend möglich. Ende 2019 gab Spacenus eine strategische Partnerschaft mit dem Düngemittelhersteller K+S bekannt.

Peat

Weltweit gehen bis zu 30 % der jährlich Ernten durch Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verloren. Eine App soll mithilfe einer Bilderkennungssoftware Pflanzenkrankheiten automatisch erkennen und eine Behandlung vorschlagen. Foto: Peat

Das in Hannover gegründete, jetzt in Berlin ansässige Start-up „Peat“ lässt die Nutzer seiner App „Plantix“ unzählige Handyfotos kranker Pflanzen aufnehmen. Ein Bilderkennungsalgorithmus lernt, die Krankheiten zu identifizieren und dem User Hinweise auf die richtige Behandlung zu geben. Bislang sind mehr als 15 Mio. Bilder gespeichert. Die App kommt vor allem in Entwicklungsländern zum Einsatz. Peat vermeldete im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Finanzierungsrunde über 6,6 Mio. €.

My Data Plant

My Data Plant“ unterstützt Landwirte dabei, ihre Felder auf Basis von Satellitendaten bedarfsgerecht zu bewirtschaften. Dafür erstellt es individuelle Biomasse-, Aussaat- und Düngeapplikationskarten. Bei der Erstellung der Karten fließt das Wissen des Landwirts über die eigenen Flächen ein. Das Tool soll nach Unternehmensangaben Kosten um bis zu 15% senken sowie Erträge um bis zu 5% steigern. Die erstellten Applikationskarten können per USB-Stick oder über den DKE-Agrirouter auf ein Terminal übertragen werden. My Data Plant ist eine Lösung der Kleffmann Digital RS GmbH.

HelioPas Ai

HelioPas AI“ aus Karlsruhe erhebt anhand von Satellitendaten und mithilfe künstlicher Intelligenz feldgenaue Bodenfeuchtedaten, mit deren Hilfe Landwirte Wasser und damit Kosten bei der Bewässerung der Felder sparen. Mithilfe einer feldspezifischen Regenvorhersage kann der Landwirt seine Bewässerung optimal planen.

Gamaya

Die Hyperspektralkamera von Gamaya (Foto: Gamaya)

Das Start-up „Gamaya“ aus Morges in der Schweiz entwickelt kamerabasierte Erntelösungen auf Basis von Drohnen- und Satellitenbildern. Das 2015 gegründete Spin-off der École Polytechnique Fédérale in Lausanne überfliegt Äcker mit Drohnen, die mit Hyperspektralkameras ausgestattet sind. Damit kann das Team um Mitgründer Yosef Akhtman anhand des von Pflanzen reflektierten Lichtspektrums Rückschlüsse über deren Gesundheits- und Versorgungszustand ziehen. Auf Basis dieser Analyse gibt das Start-up dem Landwirt Empfehlungen zum Düngen oder der Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln. Im Sommer 2019 erhielt das Start-up 11 Mio. € unter anderem vom indischen Traktorenhersteller „Mahindra &
Mahindra
“.

Smart Cloud Farming

Das Berliner Start-up „Smart Cloud Farming“ gibt Landwirten präzise Dünge- und Bewässerungsempfehlungen. Dafür kombiniert es Aufnahmen von Hyperspektralkameras mit Sensordaten, die direkt im jeweiligen Acker gemessen werden. Somit bleibt die Analyse nicht nur oberflächlich, sondern reicht über die Sensoren in die Erde hinein. Über die Bilder und Messungen kann die Verteilung von Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium im Boden offengelegt werden. Auch Aussagen über den pH-Wert sind möglich. Nach Unternehmensangaben arbeitet das Start-up darüber hinaus an einem Algorithmus zur Überwachung des organischen Kohlenstoffs im Boden.