Fördertöpfe Gründerwerkstatt

Fraunhofer-Wissenschaftler treffen Entrepreneure free

Das AHEAD-Programm startete mit einem viertägigen Bootcamp, in dem nicht nur die Technologie, sondern auch die Gründer im Fokus standen. (Foto: Fraunhofer Venture)

AHEAD heißt das neue Programm der Fraunhofer-Venture. Start-ups aus dem High-Tech-Bereich sollen bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen unterstützt werden. Dafür werden 60 Mio. Euro bereitgestellt.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt in Deutschland 72 Institute und Forschungseinrichtungen mit über 26.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – klar, dass dabei jede Menge innovative Technologien entwickelt werden. Um diese auch wirtschaftlich nutzbar zu machen, gründete die Gesellschaft schon 1999 die Abteilung
Fraunhofer Venture. Jetzt kommt es zu einer neuen Initiative: Das AHEAD-Programm soll als sogenannter „Company-Builder“ alle Ausgründungsinitiativen der Fraunhofer-Gesellschaft bündeln und Start-ups aus dem Hochtechnologie-Bereich unterstützen. „Die DNA unseres AHEAD-Programms bilden der exakte Zuschnitt auf die individuellen Herausforderungen jedes Gründerteams und die Kombination von Spitzentechnologie mit echtem Unternehmergeist“, erklärt Thorsten Lambertus, Chief Acceleration Officer von AHEAD.

AHEAD richtet sich erstmalig an potentielle Gründer und Entrepreneure außerhalb der Fraunhofer-Forschung, die Zugang zu Technologien und zum Forschungsnetzwerk erhalten.

Auszug

Zusammen mit den Gründerteams möchte die Forschungsgruppe neue Geschäftsmodelle auf Basis von Frauenhofer-Technologie entwickeln und zur Marktreife bringen. AHEAD richtet sich dabei erstmalig auch an potentielle Gründer und Entrepreneure außerhalb der Fraunhofer-Forschung, die über die Initiative Zugang zu Technologien und zum Forschungsnetzwerk erhalten. Wissenschaftler treffen also auf Entrepreneure.

500 Ausgründungen aus der Fraunhofer-Gesellschaft

Nach der Gründung können die Start-ups in der frühen Phase mit bis zu 250.000 € finanziert werden. Später kann das Investment bei bis zu fünf Millionen Euro liegen. Das Geld für die Förderung stammt aus dem eigens gegründeten Tech Transfer Fund, der mit insgesamt 60 Mio. € von der Fraunhofer-Gesellschaft, dem Europäischen Investitionsfonds und Mitteln der EU-Kommission gefüllt ist.

Seit 20 Jahren werden in der Fraunhofer-Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Vorhaben umgewandelt. Bereits 500 Projekte wurden in Unternehmen überführt. Eines davon ist die Prolupin GmbH, die seit 2015 pflanzliche Alternativen auf Basis von Süßlupinen vermarktet. Allein im vergangenen Jahr gab es rund 30 Ausgründungen aus der Forschungsgruppe.

Erste Ideen im Bootcamp vorgestellt

Den Auftakt des Programms bildete ein Bootcamp, indem kürzlich 28 Teams innerhalb von vier Tagen ihre eigene Roadmap entwickelten. Der Begriff wird verwendet, wenn es um den Plan/die Strategie für ein Projekt, aber auch für die persönliche Entwicklung gehen soll. So standen bei dem Bootcamp am ersten Tag auch nicht die Technologie, sondern die Gründerpersönlichkeiten im Vordergrund. Diese mussten am zweiten Tag ein Stress-Test Triple durchlaufen, damit am dritten Tag die persönliche Roadmap konzipert werden konnte.

20 Teams konnten am vierten Tag durch ihre Pitch-Konzepte überzeugen. Die Gründerteams werden nun 24 Monate bis zum Markteintritt begleitet. Danach können den Start-ups Kapital aus dem Tech Transfer Fund zugänglich gemacht werden.

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