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Autonome Landmaschinen - Chancen und Abhängigkeiten

Wer profitiert von autonomen Landmaschinen? Welche Arbeiten erledigen sie? Wie hoch sind die Investitionskosten der Digitalisierung? Darüber sprachen wir mit Dr. Rasmus Adler und Jens Henningsen vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern.

f3 - farm. food. future: Die Coronakrise hat gezeigt, wie abhängig die „Landwirtschaft“ von Saisonarbeitskräften ist. Autonome Landmaschinen könnten vielen Höfen hier vielleicht weiterhelfen. Sind die Roboter für kleinere und größere Betriebe gleichsam reizvoll?

Rasmus Adler: Im Vergleich zu landwirtschaftlichen Großbetrieben sehen sich vor allem die kleineren Höfe mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Die häufig mangelnden finanziellen und personellen Ressourcen sind zwei grundlegende Probleme. Viele mittlere Betriebe können sich keine Vollzeit-Arbeitskräfte ganzjährig leisten. Umgekehrt könnten sie diese aber gut gebrauchen, um etwa den wachsenden Umweltauflagen und Regulierungen gerecht zu werden. Abhilfe können hier autonome Landmaschinen leisten: Sie helfen Landwirten, ihre täglichen Arbeiten zu verrichten – unabhängig vom Arbeitskräftemangel.

Jens Henningsen: Natürlich gibt es die autonomen Maschinen nicht umsonst – im Gegenteil. Die anfänglich hohen Investitionskosten sind ein wesentlicher Grund dafür, weshalb noch überwiegend gut kapitalisierte Großbetriebe in den Genuss der Autonomisierung kommen. Außerdem wird der Nutzen einer autonomen Landmaschine im Ackerbau im Verhältnis zur bestellten Fläche kalkuliert – beispielsweise in Form der Düngeersparnis je Hektar.

Jens Henningsen: Für größere Betriebe ist die Hürde für die Investition in die neue Technik entsprechend deutlich niedriger. Doch hier wendet sich allmählich das Blatt: Immer mehr Landmaschinen werden in Verbindung mit Schwarmintelligenz eingesetzt. Das heißt mehrere autonome Maschinen können gleichzeitig ein Feld bewirtschaften. Der Trend kommt vor allem kleineren Betrieben zugute, da die Anschaffungskosten mit der Größe des Schwarms kontrolliert werden können. Natürlich sind autonome Landmaschinen kein Allheilmittel gegen erschwerte äußere Rahmenbedingungen wie etwa in Folge von COVID-19. Ihr Nutzen hängt entscheidend von der Betriebsform ab. Letztlich kann eine technische Neuheit nicht jede Form der Arbeit gleich gut ersetzen.

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