Am von Eva Piepenbrock

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Bienenvolk sucht Landwirt

Zum Weltbienentag haben wir mit Martin Poreda von hektarnektar gesprochen. Das Digital-Start-up aus Wien möchte Imker unterstützen. Wie digitalisiert man eine Branche, deren Vertreter zum Teil nicht mal eine E-Mail-Adresse haben?

f3: Das Thema „Bienen“ ist in aller Munde. Nicht nur am Weltbienentag. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein „Bienen-Start-up“ zu gründen?

Martin Poreda, hektarnektar: Trotz anhaltendem Medienrauschen sind wir nicht selbst auf die Idee gekommen. Wir hätten nicht gedacht, dass wir mit unserem digitalen Know-How in der Lage wären, die analoge Welt der Imker zu unterstützen. Das wurde uns erst klar, als ein Imker auf uns zu kam und von seinem Problem erzählte, einen Standplatz für Bienenstöcke zu finden. Da haben wir uns gefragt: Wieso gibt es keine Internetplattform, auf der sich interessierte Haushalte oder Landwirte mit einem potentiellen Standort melden können?

Mark (links) und Martin Poreda aus Wien gründeten schon einmal ein Start-up: Nach der Bewertungsplattform kununu wagen sie sich nun an eine Bienen-Unterstützer-Plattform. (Bildquelle: hektarnektar)

f3: Aber dabei ist es nicht geblieben. Was bietet euer Start-up heute an? 

hektarnektar: Die Idee hat sich weiterentwickelt. Je mehr wir über das Bienensterben gelernt haben, desto sicherer wurden wir, dass nur eine Plattform helfen kann, die alle Bienen-Unterstützer zusammenführt. Das betrifft vier  Zielgruppen: Imker, Haushalte, Landwirte und Unternehmen. Jeder kann dazu betragen, den Bienen zu helfen. Dann hat sich hektarnektar in zweierlei Dinge entwickelt: In eine Community, die sich dem Bienenschutz widmet. Und in eine Plattform, die Imker direkt unterstützt, bislang z.B. mit einem Marktplatz für Bienenhandel. Vielen ist gar nicht bewusst, wie viel Arbeit Imkern ist. Hektarnektar soll die größte...