Am von Anja Rüweling

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"Deutscher Startup Montior": Trotz Krise verhalten optimisch

Der "Deutsche Startup Monitor" nimmt in diesem Jahr vor allem die Auswirkungen der Coronakrise für Entrepreneure in Deutschland ins Visier. Außerdem: KI ist auf dem Vormarsch, Nachhaltigkeit wird noch wichtiger.

Bereits zum achten Mal nimmt der "Deutsche Startup Monitor" (DSM) das Ökosystem für junge Unternehmer und Unternehmerinnen in Deutschland unter die Lupe. Dem DSM 2020 liegen 1.946 Datensätze von Gründern und Gründerinnen sowie leitenden Angestellten zugrunde, die online zu ihrer Situation befragt wurden. Im Fokus stand in diesem Jahr die Coronakrise. Knapp 75 % der Start-ups hierzulande sieht sich durch den COVID19-Ausbruch in ihrer Wirtschaftstätigkeit beeinträchtigt.

Insbesondere Start-ups aus den Bereichen Online-Handel und Online-Verkauf sind seltener negativ durch die Krise beeinträchtigt.

Auszug

82,1% der befragten Gründer und Gründerinnen aus der Agrar- und Landwirtschaft sehen ihre Geschäftstätigkeit durch die Coronakrise beeinträchtigt. Nur 7,7 % der Entrepreneure aus dem Agrarbereich bewerten die Krise als positiv. Im Ernährungs- und Nahrungsmittelsektor hingegen sehen 17,7 % der Befragten eine positive Entwicklung der Geschäftstätigkeit. Insbesondere Start-ups aus den Bereichen Online-Handel und Online-Verkauf sind seltener negativ durch die Pandemie beeinträchtigt. Mit Blick in die Zukunft zeigen sich die deutschen Start-ups insgesamt verhalten optimistisch.

(Bildquelle: f3)

Was wird in Zukunft wichtiger?

Die deutschen Gründer und Gründerinnen blicken positiv in die Zukunft, auch wenn der Zugang zu Kapital schwieriger wird. Kriterien der Nachhaltigkeit rücken stärker in den Fokus. Der 7. Start-up...

Die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz werden immer wichtiger und beeinflussen zunehmend die Geschäftsmodelle der Start-ups in Deutschland. Die Relevanz von Virtual- und Augmented Reality (6,6%) sowie Blockchain-Technologie (3,7%) bewerten die Start-ups wie im Vorjahr deutlich geringer und sehen diese Technologien weiterhin nicht als zentrale Faktoren für ihr Geschäftsmodell.

Im Jahresvergleich zeigt sich, dass immer mehr Start-ups ihre Produkte und Dienstleistungen der Green Economy bzw. dem Social Entrepreneurship zuordnen. Damit steigt die Anzahl der Unternehmen in Deutschland, die gezielt einen Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz leisten und beabsichtigen, gesellschaftliche Problemstellungen zu lösen. Neben den ökonomischen Motiven werden also umweltspezifische sowie soziale Ziele im Start-up-Ökosystem immer wichtiger.