Am von Caroline Schulze Stumpenhorst

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Förderung für Energie-Start-ups

Start-ups können sich nun in einem eigenen Forschungsnetzwerk vernetzen. Die Bundesregierung will damit den Transfer innovativer Energietechnologien junger Unternehmen in die Praxis stärken.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im vergangenen Monat das "Forschungsnetzwerk Energie Startups" gestartet. Es ermöglicht jungen Unternehmen im Energiesektor, sich untereinander besser über Themen der Forschungsförderung auszutauschen. Durch die Vernetzung mit Wissenschaft und Politik soll sich der Ergebnistransfer von der Energieforschung in die Praxis verbessern und beschleunigen.

Netzwerk für Start-ups

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Seit 2014 hat das BMWi acht themenspezifische Forschungsnetzwerke im Rahmen des Energieforschungsprogramms aufgebaut. Das jüngste Netzwerk ist das Netzwerk Startups.

Folgende Fragestellungen stehen im Fokus des Forschungsnetzwerks:

  • Wie können Start-ups besser in die Projektförderung eingebunden werden, zum Beispiel durch gezielte Beratung und Anpassungen im Antragsverfahren?
  • Welche Optionen haben junge Start-ups an der Startlinie, um Kapital für den nötigen Eigenmittelanteil aufzubringen?
  • Wie können für Tech-Start-ups mit Fokus auf kapitalintensiver Hardware-Entwicklung Förderoptionen für Demonstrationsanlagen und Feldtests geschaffen werden?
  • Welche Fördermodalitäten sind sowohl geeignet als auch rechtlich möglich, um der dynamischen Entwicklung von Start-ups mit Fokus auf nicht-technischen Innovationen, zum Beispiel für neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, gerecht zu werden?
  • Wie kann das Gründungsumfeld für Start-ups aus dem Wissenschaftsbereich im Allgemeinen verbessert werden? Wie können Anreize für Gründungen aus den Forschungsaktivitäten heraus geschaffen werden?

Gründung geht inhaltlicher Austausch mit Start-ups voraus

Bereits im Juli 2017 fanden im Rahmen der Konsultationen für ein neues Energieforschungsprogramm Gespräche mit Start-ups im BMWi statt. Daraus entstand ein "Positionspapier von Start-ups aus der Energiebranche". Es zeigt auf, warum vielen Start-ups gegenwärtig der Zugang zum Energieforschungsprogramm erschwert wird. Als Hürden werden in dem Positionspapier unter anderem aktuelle zuwendungsrechtliche Bestimmungen zur Bonitätsprüfung, Berechnungsgrundlagen zur Förderhöhe bzw. Förderquote bei nicht-technischen Innovationen sowie die begrenzte Möglichkeit der Förderung von investiven Großprojekten angeführt. Um die im Positionspapier aufgezeigten Schwierigkeiten einer Lösung zuzuführen, hat das BMWi eine Studie veranlasst. Empfehlungen und Anregungen daraus sollen in die Verfahrensgestaltung bei der Umsetzung des neuen Energieforschungsprogramms ab 2019 eingehen.