Am von Kevin Schlotmann

Käferholz: Kleinhäuser statt Käferkrise

Mit „Tiny-Houses“ setzt der Forstbetrieb Gelzhäuser im Märkischen Sauerland auf Direktvermarktung des Käferholzes. Wertschöpfung, die sich rechnet.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben 39/2020.

Sägemehl und Hobelspäne verdeutlichen: Hier wird Holz nicht nur gelagert, sondern auch weiterverarbeitet. Timo Gelzhäuser und seine Schwester Lisa aus Kierspe (Märkischer Kreis) haben für ihren Forstbetrieb einen Weg aus der Käferkrise gefunden: Sie vermarkten ihr Holz selbst – durch eine interessante Wertschöpfung obendrein zu rentablen Preisen.

„Tiny Houses“ aus Käferholz

Mehr als die Hälfte des 100 ha großen Forstbetriebs der Familie Gelzhäuser ist bereits dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen – allein in diesem Jahr. Obwohl ihr Vater vor gut 20 Jahren begonnen hat, anstelle von Fichten beispielsweise Küstentannen zu pflanzen, machte der „Brotbaum“ bisher gut 80 % des Baumbestandes aus.

Mit den absterbenden Fichten sind riesige Holzmengen verbunden, die wegen des Überangebots kaum noch etwas wert sind - selbst als Exportware nach China. Das brachte Timo und Lisa Gelzhäuser auf die Idee, nach alternativen Vermarktungswegen zu suchen. Die Lösung: Das Holz selbst im eigenen Sägewerk einschneiden und so die Wertschöpfung verbessern. Doch damit nicht...