Am von Anne Kokenbrink

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Ideenfutter Expo

Digitaler Aufbruch in ein neues Food-Zeitalter?

Futter für neue Ideen im Agrar- und Lebensmittelsektor gibt es reichlich. Doch die Potenziale müssen auch genutzt werden, um die Ideen ‚vom Teller bis zum Tisch‘ mitzugestalten. Welche alternativen Denk- und Handlungsmuster es dafür braucht, war ein Thema bei der „Ideenfutter Expo“. 

Anfassen, ausprobieren, riechen, schmecken. Und natürlich netzwerken, austauschen, Ideen spinnen. Live und in Farbe stand der Austausch zwischen Start-ups, Landwirten, Produzenten und Handel bei der diesjährigen Ideenfutter Expo in Neuss (NRW) im Vordergrund. Schwerpunktthema war dieses Mal die Digitalisierung im Lebensmittelsektor. Organisiert hatte das Event der Foodhub NRW, eine Innovationsplattform für die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen. 

Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit: Gemeinsam in Stärken verbinden

„Deutschland hat das Zeug dazu, die Zukunft der sich wandelnden Ernährungswirtschaft aktiv mitzuschreiben, vom Feld bis zum Teller, von AI bis zuckerfrei“, sagte Lee Greene, Mitgründerin vom Foodhub NRW.

Lee Greene, Co-Founderin vom Foodhub NRW, appellierte an die Gäste, sich zu vernetzen und gemeinsam neue Geschäftsideen im Agrifood-Sektor voranzutreiben. (Bildquelle: Kokenbrink (Screenshot) )

„Die Bevölkerung befindet sich in einem enormen Wandel, der bis 2030 weiter voranschreiten wird“, so Greenes Worte. Ihr zufolge machen die sogenannten Generationen Y und Z dann bereits 42 % der Bevölkerung aus. „Das sind Konsumenten, die treffen ihre Entscheidungen basierend auf Wertevorstellungen.“ Das müsse man im Auge haben, genau wie den wachsenden Druck aus Politik und Gesellschaft auf die Nahrungsmittelproduktion.
„Wir sind Deutschland, Hightech-Nation und Land der Ingenieure, wir sind führend in Agrarexporten. Daher muss Deutschland auch bei der Zukunft des Essens mitbestimmen“, betonte sie. Die Wettbewerbsfähigkeit müsse auch gegenüber globalen Konkurrenten wie den USA, China oder Indien bestehen bleiben.
Das sind Konsumenten, die treffen ihre Entscheidungen basierend auf Wertevorstellungen.
Lee Greene
Doch das gelinge ihr zufolge nur, wenn sich die Akteure noch besser in ihren Stärken verbinden, um gemeinsam die Zukunft des Essens mitzugestalten. Laut Greene werden die Leute anders essen, einkaufen und Wert auf neue Eigenschaften bei Lebensmitteln legen. „Käse aus dem Bioreaktor und andere Konzepte klingen vielleicht absurd. Zahlreiche Beispiele zeigen aber, wie Technologien sich...


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