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Neue Investments

Geld für Regenerative Forstwirtschaft, Fleischersatz und Food-Waste-App

Trotz der Corona-Situation ist in den vergangenen Wochen wieder Geld von Investoren an Start-ups geflossen. 

Regenerative Forstwirtschaft wird angekurbelt

Das auf regenerative Agroforstwirtschaft fokussierte Start-up „reNature“ hat eine Finanzierung in Höhe von 550.000 € von Privatinvestoren erhalten. Wie agfunder berichtet, übernimmt das Start-up aus Amsterdam Projekte, um die Einführung und Skalierung regenerativer Landwirtschaft zu unterstützen. Die Initiativen sind über den ganzen Globus verteilt, wobei einige der jüngsten in Brasilien, Portugal, Indien und Mexiko stattfinden.
Auf der indonesischen Insel Bangka arbeitet reNature beispielsweise mit einer lokalen Bauernorganisation zusammen, um den Anbau von Paprika so umzugestalten, dass er mehrere Nebenprodukte liefert, Ökosystemleistungen generiert und die Lebensgrundlage der örtlichen Landwirte verbessert. „Wir stellen den Kontakt zu internationalen Experten her, die wissen, wie man regenerative Agroforstwirtschaft mit unseren Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort umsetzt", sagt Mitgründer Marco de Boer. Das Unternehmen wuchs ziemlich schnell – innerhalb eines Jahres von von fünf auf 16 Mitarbeiter. 

25 Mio. € gegen Lebensmittelverschwendung

Die App „Too Good To Go“ bietet übriggebliebenes Essen zu günstigeren Preisen an Privatpersonen an. Das soll die Abfälle reduzieren. (Bildquelle: © Melanie Rieders 2020)

Das dänische Foodsharing-Start-up „To Good To Go“ hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die umgerechnet rund 25 Mio. € sollen vor allem die Expansion in den USA finanzieren, wo das Unternehmen schon in New York und Boston aktiv ist.
Bei To Good To Go lautet das Motto: Lebensmittelverschwendung verhindern. In der App des Start-ups können Nutzerinnen und Nutzer Restaurants, Hotels oder auch Bäckereien übriggebliebenes Essen zu vergünstigten Preisen abkaufen. In der Pandemie war das kein ganz einfaches Geschäft – um 62 % seien die Einnahmen durch Corona eingebrochen, sagte CEO Mette Lykke. Das berichtet Gründerszene.

Der Klimawandel, neue politische Rahmenbedingungen oder eine kritische Betrachtung durch die Verbraucher – die Landwirtschaft steht unter hohem Erfolgsdruck und benötigt innovative Anbausysteme,...

Fleischersatz auf Basis von Luft

Das Start-up Air Protein aus Kalifornien entwickelte ein Konzept für „luftbasiertes Fleisch“ und erhielt dafür kürzlich 32 Mio. $. „Wir nutzen Elemente aus der Luft, die wir einatmen - Kohlendioxid, Sauerstoff und Stickstoff. Sie werden mit Wasser und mineralischen Nährstoffen kombiniert", erklärt Gründerin Lisa Dyson im Gespräch mit agfunder. Die Elemente werden in einem probiotischen Produktionsprozess in essenzielle Aminosäuren umgewandelt. Das Ergebnis sei eine nahrhafte Proteinquelle mit dem gleichen Aminosäureprofil wie tierisches Protein.
Um dem Protein die Beschaffenheit und den Geschmack von Fleisch zu geben, verwende das Start-up eine Kombination von Technologien mit Druck und Temperatur, was vergleichbar mit dem Prozess der Umwandlung von Weizenmehl in Nudeln sei. Air Protein befinder sich noch in der Produktentwicklungsphase und kultiviert seine Fleischersatzprodukte in vertikalen Farmen, die nach eigenen Angaben überall auf der Welt errichtet werden können. Das Protein kann in nur wenigen Tagen hergestellt werden, was es "hoch skalierbar und extrem umweltfreundlich" macht, so das Unternehmen.

Welches Potenzial hat In-vitro-Fleisch? Könnte Phosphor aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden? Auf dem „InnoCamp“ in Vechta wurde über Innovationen in der Agrar- und Ernährungsbranche...


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