Am von Justin Brinkmann

Start-up-Finanzierung

Investoren setzen auf regenerative Landwirtschaft

Das Berliner Start-up „Klim“ entwickelt eine digitale Plattform und ein eigenes Label für regenerative Landwirtschaft. Nun hat es eine Seed-Investment-Runde in Millionenhöhe abgeschlossen.

Eine erfolgreiche Seed-Investment-Runde in Millionenhöhe hat kürzlich das Berliner Impact-Start-up „Klim“ abgeschlossen. Damit investieren mehrere Geldgeber in eine digitale Plattform für regenerative Landwirtschaft und eine klimapositive Zukunft. Im Mittelpunkt des Start-ups steht die Verbesserung der CO2-Bilanz. Unter die Investoren fallen Lead Investor Ananda Impact Ventures, Wi venture, Gemüsering, und Blue Impact Ventures. Zu den Bestands-Investoren zählt auch Atlantic Food Labs. Laut Pressemitteilung wurde insgesamt eine siebenstellige Summe eingesammelt.
Die regenerative Landwirtschaft ist aufgrund des enormen Potenzials zur Bekämpfung des Klimawandels […] die Zukunft der Landwirtschaft.“
Dr. Robert Gerlach, Co-Founder von Klim
Regenerative Landwirtschaft fördern und verbreiten: Das steht ganz oben auf der Agenda der drei Gründer*Innen Dr. Robert Gerlach, Nina Mannheimer und Adiv Maimon. Klim entwickelt dazu eine digitale Plattform und ein eigenes Label, speziell für die regenerative Landwirtschaft und deren Skalierung. Dr. Gerlach erklärte in einer Pressemitteilung: „Die regenerative Landwirtschaft ist aufgrund des enormen Potenzials zur Bekämpfung des Klimawandels und vieler weiterer Vorteile in den Bereichen Food-Security, Biodiversität und Lebensmittelqualität die Zukunft der Landwirtschaft. Mit Unterstützung unserer Impact-Investoren können wir nun dazu beitragen, dieses Potenzial schnellstmöglich zu entfalten und somit einen signifikanten Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele leisten.“

Haben für ihr Start-up „Klim“ kürzlich eine finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe erhalten: Die Gründer Adiv Maimon, Nina Mannheimer und Dr. Robert Gerlach (v.l.n.r). (Bildquelle: Klim)

Fehlende Überbrückungsfinanzierungen

Die Umstellung auf regenerative Landwirtschaft braucht Zeit. Dafür müssen Investitionen getätigt werden. Außerdem muss der Betrieb ganzheitlich umgestellt werden. Dies bedeutet eine Zeitspanne, in der es zu Ertragseinbußen kommen kann. Während dieser Zeit fehle es allerdings häufig an Überbrückungsfinanzierungen, so die Gründer. Nur, wenn Landwirtschaftsbetriebe in hinreichend hoher Anzahl und zügig umstellen, bestehe eine Chance, der Klimakrise effektiv entgegenzutreten. Klim will die Landwirte an dieser Stelle unterstützen. Das Impact Start-up verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und begleitet Landwirte bei jedem Schritt ihrer Umstellung. Dazu entwickelt Klim einen digitalen Begleiter für alle, die auf regenerative Landwirtschaft umstellen möchten.
Die App soll den Landwirten Dokumentationsmöglichkeiten bieten, die speziell auf die regenerative Landwirtschaft zugeschnitten sind. Darüber hinaus liefert sie personalisierten, datengetriebenen Zugang zu Wissen. Verbraucher wiederum können Landwirte durch den Kauf von Produkten mit dem Klim-Label finanziell fördern und mithilfe eines QR-Codes einsehen, welche Betriebe davon profitieren. Der Launch der App ist im ersten Halbjahr 2021 geplant.

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