Am von Anne Kokenbrink

Schreiben Sie Anne Kokenbrink eine Nachricht

Innovationsnetzwerk

Nachhaltige AgTech-Projekte gesucht

Start-ups mit digitalen Lösungen zur Reduktion des Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatzes können sich für die AgTech-Challenge „Digitale Landwirtschaft für nachhaltige Ernährungssysteme" bewerben. Es winken Preisgelder, Netzwerke und Zugang zu Testflächen.

50 % weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen - und das in nicht einmal 10 Jahren. Die Ziele der Europäischen Kommission im Rahmen des Green Deals sind ambitioniert. Wie kann das gelingen? Ob mithilfe von Robotik, Spot-Spraying, Drohnen oder Künstlicher Intelligenz: Die Ideenvielfalt ist groß. Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT Food), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Siemens Technopark Ruhstorf als Sponsor suchen Start-ups und Innovatoren, die ihre digitalen, nachhaltigen Agrar-Projekte weiterentwickeln wollen. Dafür haben sie einen gemeinsamen, europaweiten Agtech-Wettbewerb initiiert:  Digitale Landwirtschaft für nachhaltige Ernährungssysteme. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 30. Oktober 2021.
Die Teilnehmer erhalten Zugang zu Testflächen, Know-how, Arbeitsräumen und profitieren von unserem EIT Food-Innovationsnetzwerk mit Kontakten zu wichtigen AgTech-Playern.
Georg Schirrmacher

Nachhaltige Agtech-Projekte entstehen in Innovationsnetzwerken

Die Vorgaben der EU-Kommission erhöhen den Druck, praktikable Lösungen für die Landwirtschaft zu finden. „Mit der Challenge leisten wir gemeinsam mit der LfL und Siemens unseren Beitrag, damit Agtech-Startups ihre digitalen, nachhaltigen Projekte möglichst schnell auf die Felder bringen können”, sagt Georg Schirrmacher, Geschäftsführer EIT Food. „Die Teilnehmer erhalten Zugang zu Testflächen, Know-how, Arbeitsräumen und profitieren von unserem EIT Food-Innovationsnetzwerk mit Kontakten zu wichtigen AgTech-Playern.“ Zusätzlich gebe es 2.000 € Reisekostenzuschuss und die Chance auf 10.000 € Preisgeld. Die europaweite AgTech-Challenge richtet sich laut einer Pressemitteilung an nachhaltige Agrartechnologie-Startups, KMUs und Innovatoren, deren Projekte darauf abzielen, mittels Digitalisierung den Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. 

Künstliche Intelligenz hat schon lange Einzug in die moderne Landwirtschaft erhalten. Pflanzenkrankheiten, Erntemengen, Dränagendetektion – es gibt viele Felder, die Start-ups aus der Luft...

Das reiche von Robotik, autonomem Hacken oder sogenanntem Spot-Spraying über den Einsatz von Drohnen bis hin zur Datenverknüpfung, Cloudnutzung und automatisierten Feldlösungen einschließlich der Nutzung künstlicher Intelligenz (KI). Nachhaltige Innovationen entstehen im Austausch unterschiedlicher Sichtweisen. Deshalb strebt EIT Food die gezielte Vernetzung der Teams mit mittelständischen Unternehmen als wesentlichen Bestandteil der Challenge an. 

Die Challenge-Teilnehmer erwartet der Siemens-„Makerspace” mit Werkstatt- und Kreativflächen und einer Arbeitsumgebung, die Kreativität und Zusammenarbeit unterstützen soll. (Bildquelle: Siemens)

Zukunftsräume: Testfelder und moderne Workspaces

Agrar-Startups sind auf landwirtschaftliche Testflächen angewiesen. Die LfL bietet in direkter Nähe zum Gelände des Siemens Technopark im bayerischen Ruhstorf bei Passau Zugang zu Versuchsfeldern für den Wettbewerb. „Zukunftsträchtige und praktikable Lösungen für die Agrarwirtschaft können nur direkt auf den Feldern entstehen“, sagt LfL-Präsident Stephan Sedlmayer. 

Das Logo von EIT Food begegnet Agrifood-Start-ups derzeit an vielen Stellen. Doch wie genau arbeitet dieses „Pan-europäische Netzwerk“ eigentlich? Wie können Gründerteams profitieren? f3 hat...

Als dritter Kooperationspartner unterstützt Siemens die Challenge. Der Siemens Technopark Ruhstorf stellt für die Weiterentwicklung der Ideen Arbeitsplätze im „Makerspace“ zur Verfügung, die bis zur Konzept-Umsetzung kostenlos genutzt werden können. Der „Makerspace“ ist ein offenes Coworking-Areal, das auf einer Fläche von insgesamt 1.000 m2 moderne und flexible Arbeitsplätze sowie die dafür notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellt. Dazu gehören u. a. 3D-Drucker für den Prototypenbau.
Den Gewinnern winkt zudem die mögliche Zusammenarbeit mit Siemens als Technologie- und Kooperationspartner. „Die Challenge-Teilnehmer erwartet unser Makerspace mit Werkstatt- und Kreativflächen und einer Arbeitsumgebung, die Kreativität und Zusammenarbeit unterstützt“, so Stefan Florenz, Leiter des Siemens Technopark Ruhstorf.