Am von Eva Piepenbrock

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Hanf

Parmesan & Co. aus regionalem Nutzhanf

Das österreichische Team von „Hempions“ vermarktet Lebensmittel aus Hanf. Die ehemaligen Spitzensportler arbeiten mit Landwirten aus ihrer Region zusammen. Mitgründer Fabian Braitsch spricht in f3 über Qualitätsunterschiede beim Rohprodukt, die Vorteile vom Vertrieb im LEH und neueste Produktideen.

f3 – farm. food. future.:

Hempions vertreibt zahlreiche Produkte aus Hanf, wie Mus, das wie Erdnussbutter schmeckt, Hanföl, Hanfpasta und mehr. Wieso ausgerechnet Hanf?

Fabian Braitsch, Hempions:

Unser Mitgründer und Profisportler Daniel Meier hat seine chronischen Rückenschmerzen dank Hanfsamen in den Griff bekommen. Daraufhin haben wir uns intensiv mit dem Thema Nutzhanf beschäftigt und das große Potenzial der Pflanze erkannt. Nun wollen wir zeigen, dass Hanf der Champion der Pflanzenwelt ist. 

f3:

Das Rohprodukt fertigen österreichische Landwirte für euch. Wie viele Landwirte sind an Bord? Welche Mengen nehmt ihr ab?

Fabian:

Richtig, wir arbeiten zu einem Großteil mit österreichischen Landwirten direkt bzw. einem Zusammenschluss von Landwirten zusammen. Dies hängt je nach Produkt von der Verarbeitungsform der Rohware ab. Aktuell sind es zwei Landwirte direkt und zwei Zusammenschlüsse von Landwirten. Wir arbeiten deshalb nicht nur direkt mit Bauern zusammen, weil wir unser Wachstum und deshalb auch die Nachfrage nicht sehr gut abschätzen können bzw. uns dies an der Skalierung hindern würde. Schätzungsweise sind für unseren Verbrauch im Jahr 2021 etwa acht Tonnen Rohmaterial nötig. 

Das Team besteht aus (ehemaligen) Spitzensportlern: (v.l.) Florian Braitsch (Kunstturnen), Fabian Braitsch (Ski Freestyle), Lukas Bitschnau (Ski Freestyle) und Daniel Meier (Alpin Ski). (Bildquelle: Hempions)

Im Austausch mit den Landwirten

f3:

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Erzeugern? Müsst ihr euch z.B. über Sorten, Qualitäten etc. austauschen?

Fabian:

Wir sind aus mehreren Gründen im engen Austausch mit den Landwirten: Zum einen wegen den Sorten selbst und dem daraus resultierenden THC-Gehalt in den Lebensmitteln. Vor allem in Deutschland bestehen diesbezüglich strengere Richtlinien als wir in Österreich gewohnt sind. Die Qualität ist ein weiterer Punkt. Hier haben wir in den vergangenen Jahren Fehler gemacht und müssen vor allem in Bezug auf Trocknung, Reinigung und Reifegrad der Samen selbst eine gewisse Qualität vorgeben. Zudem ist es uns ein Anliegen, neben dem Hauptprodukt Samen auch...