Am von Anne Kokenbrink

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Wald und Klima

Totholz im Wald ist ein wichtiger Kohlenstoffspeicher

Wie schnell totes Holz im Wald abgebaut wird, hängt zum einen vom Klima ab. Aber auch von Pilzen und Insekten. Ein Forscherteam hat nun den Beitrag von Totholz zum globalen Kohlenstoffkreislauf in einem Projekt an 55 Standorten auf sechs Kontinenten ermittelt.

Vom gesamten Kohlenstoff, der in den Wäldern weltweit gespeichert ist, entfallen rund 8 % auf Totholz. Über die Bedeutung abgestorbener Bäume im globalen Kohlenstoffkreislauf und den Beitrag von Insekten zur Zersetzung von Totholz war bisher jedoch wenig bekannt. Dabei gehören die Zersetzung von Holz und die Rückführung der darin gespeicherten Nährstoffe zu den wichtigsten Prozessen in Wäldern. Wie schnell totes Holz im Wald abgebaut wird, hänge vom Klima sowie von Pilzen und Insekten ab. Ein internationales Forschungsteam hat nun den jährlichen Beitrag von Totholz zum globalen Kohlenstoffkreislauf ermittelt und erstmals die Bedeutung von Insekten beim Holzabbau quantifiziert, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Experiment an 55 Standorten

Experiment mit Totholz im Nationalpark Bayerischer Wald: Ein Teil der Holzstücke liegt in Käfigen, um Insekten fernzuhalten. (Bildquelle: Sebastian Seibold /TU München)

Das Projekt, initiiert vom Nationalpark Bayerischer Wald und koordiniert von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und der Technischen Universität München (TUM), sei global auf sechs Kontinente ausgelegt worden. An 55 unterschiedlichen Wald-Standorten haben Forscher Hölzer von über 140 Baumarten ausgelegt, um den Einfluss des Klimas auf die Abbaugeschwindigkeit zu messen. Die Hälfte der Hölzer befand sich in engmaschigen Käfigen. So konnte ausgeschlossen werden, dass hier Insekten an der Zersetzung mitwirken.
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