Energie future

Gut verpackt mit Stroh

Für einen umweltfreundlicheren Versand von Produkten hat das Start-up "Landpack" eine Isolierung aus Stroh entwickelt. (Foto: Landpack)

Auch beim Versand von Lebensmitteln per Post fallen bislang Unmengen von Abfall an. Das Start-up Landpack aus Bayern hat eine Verpackung entwickelt, die aus Stroh besteht. 

Der Artikel ist zuerst erschienen im TopAgrar Spezial SüdPlus, Ausgabe 9/2018

„Wer bei einer Bio-Hofmetzgerei im Online-Shop Fleisch bestellt, der ist nicht begeistert, wenn das Paket ausgestopft mit Plastik und Styropor zu Hause angeliefert wird.“ Das dachten sich auch Patricia und Thomas Eschenlohr und entwickelten die Landbox: eine Isolierung aus Stroh für Pakete.

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Auch beim Versand von Lebensmitteln per Post fallen bislang Unmengen von Abfall an. Das Start-up Landpack aus Bayern hat eine Verpackung entwickelt, die aus Stroh besteht. 

Der Artikel ist zuerst erschienen im TopAgrar Spezial SüdPlus, Ausgabe 9/2018

„Wer bei einer Bio-Hofmetzgerei im Online-Shop Fleisch bestellt, der ist nicht begeistert, wenn das Paket ausgestopft mit Plastik und Styropor zu Hause angeliefert wird.“ Das dachten sich auch Patricia und Thomas Eschenlohr und entwickelten die Landbox: eine Isolierung aus Stroh für Pakete.

Die Verpackung von Landpack wurde drei Jahre lang entwickelt. (Foto: landpack)

2013 gründeten die beiden ihr Unternehmen im bayerischen Alling, arbeiteten fast drei Jahre an der Technik und waren auf Fremdfinanzierung angewiesen. 2016 produzierten sie dann erstmals größere Chargen der Isolierverpackung. Inzwischen beliefert Landpack 500 Lebensmittelversender in Deutschland – sowohl große Unternehmen als auch kleinere Direktvermarkter. „Hofläden und Online-Shops bekunden großes Interesse an unserem Produkt“, erzählt Patricia Eschenlohr, deren Schwiegereltern selbst Direktvermarkter sind. „Die Kunden möchten heute eben auch Verpackungen, die ökologisch sind, nicht nur Lebensmittel.“

Das Stroh wird auf dem Feld geprüft

Patricia und Thomas Eschenlohr entwickelten eine Isolierung aus Stroh für Pakete (Foto: 

Einmal im Jahr wird eingekauft: Die Rohstoffe für die Landbox liefern Vertragslandwirte aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, es gelten hohe Qualitätsstandards. „Das Stroh darf nicht nass werden, muss unter Dach gelagert werden“, sagt Patricia Eschenlohr. „Bei der Ernte machen wir Tests auf dem Feld und entscheiden, ob wir das Stroh abnehmen.“

Fleisch per Post: Gekühlt ohne Styropor?

Die Landwirte pressen das Stroh und lagern es ein – dafür bezahlt Landpack Lagermiete und muss so keinen eigenen Lagerraum schaffen. Denn der Roh- stoffeinkauf für das ganze Jahr findet während der Ernte statt. Geliefert wird das Stroh dann bedarfsgerecht. Zur Fertigstellung wird es dann aufgelockert und mit Dampf und Hitze geformt.

Aktuell haben die Gründer ausreichend Strohlieferanten. „Wir wollen aber noch wachsen“, sagt Patricia Eschenlohr. „Es ist uns weiterhin wichtig, dass die Rohstoffe aus der Region kommen.“