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„Hier finde ich neue Möglichkeiten für meinen Betrieb.“ free

Viele Schweinehalter denken derzeit über neue Geschäftszweige nach. Im f3-Netzwerk warten frische Ideen. (Foto: Schildmann)

Bewegung, Bewegung, Bewegung. Anders können wir das aktuelle Geschehen im f3-Netzwerk nicht beschreiben. Hier kommen neue Erfolgsgeschichten von zwei Junglandwirten und Gründern.

„Ich sehe in den klassischen Wirtschaftszweigen aus meiner jetzigen Perspektive keinen durchschlagenden Erfolg mehr. Bei f3 suche ich daher neue Wege. Eine neue Nische.“ Das sagt der 20-jährige Jan-Philipp Hein aus dem Main-Tauber Kreis in Baden-Württemberg. Er absolviert derzeit eine duale Ausbildung in der Landwirtschaft und blickt sich jetzt schon für die Zeit nach dem Bachelor um. „Wir führen einen konventionellen 220 ha Ackerbau-Betrieb und haben vor rund einem Jahr die Sauenhaltung aufgegeben“, berichtet der Junglandwirt. Als zweites Standbein neben den noch gebliebenen Mastschweinen blickt er sich nun nach neuen Chancen um – und nutzt dafür das f3-Netzwerk. „Bis jetzt habe ich bei allen Kontaktanfragen nur positive Erfahrungen gemacht“, sagt Jan-Philipp. „Durch die Online-Gesuche kann ich in einem viel größeren Einzugsgebiet nach Ideen suchen.“

Jan-Philipp Hein sucht im f3-Kosmos nach Inspiration.

Bei f3 suche ich daher neue Wege. Eine neue Nische.

Jan-Philipp Hein

Gefunden hat er bereits mehrere Kontakte, mit denen er jeweils Telefongespräche geführt hat. Neben den Gründern von „farminsect“, die Insektenzuchtanlagen auf landwirtschaftliche Betriebe bringen möchten, hat er auch das Team von „feldwerk“ gesprochen, die Landwirte für das Anlegen von Blühflächen mit zahlenden „Blühpaten“ zusammenbringen. Nicht zuletzt hat Jan-Philipp auch mit Henning Dicks von „agriportance“ gesprochen. Henning sucht über ein f3-Gesuch Landwirte und Landwirtinnen, die Interesse daran haben, für die Reduzierung von Schadgasen auf ihrem Betrieb Klimazertifikate zu erhalten.

Großes Interesse an Klimazertifikaten

Wer den Ausstoß von Lachgas, Methan und CO2 reduziert, könnte künftig Einnahmen aus Klimazertifikaten generieren. Daran arbeitet jedenfalls ein Start-up aus Münster. (Foto: LV)

Henning ist seinerseits sehr zufrieden mit den zahlreichen Gesprächen, die über f3 vermittelt werden konnten. Er sagt: „Es haben sich zwölf Leute gemeldet, meistens waren es Landwirte. Es waren aber auch zwei potenzielle Investoren und Business Angels und ein anderes Start-up dabei, das in eine ähnliche Richtung arbeitet.“

Die Gespräche und das Feedback von fremden Landwirten bringen mich weiter, weil ich mir ein besseres Bild der Vorstellungen machen kann. Jeder Betrieb ist ja doch anders.

Henning Dicks

Der Gründer, der selbst Landwirt ist, berichtet, dass er zum besseren Verständnis der Anforderungen und Bedürfnisse bislang mit etwa 30 anderen Landwirten über seine Idee gesprochen habe. „Ein Drittel davon habe ich über f3 gefunden, der Rest waren eigene Bekannte. Aber die Gespräche und das Feedback von fremden Landwirten bringen mich weiter, weil ich mir ein besseres Bild der Vorstellungen machen kann. Jeder Betrieb ist ja doch anders.“ Auch, dass sich schon in einem so frühen Stadium Investoren melden, freut den jungen Gründer.

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