farm Fotostrecke Gründerwerkstatt

Hier sind die f3-Start-ups zu Hause

Im alten Wohnzimmer eines Bauernhofes hat Supermeatboy Harm Böckmann sein Büro bezogen. Auch die anderen Arbeitsplätze der Start-ups sind besonders. (Foto: Drießen)

Ob ein alter Gebäudeteil des Bauernhofes, Oma’s Wintergarten oder ein modernes Algen-Labor auf einem Gartenbaubetrieb. Die oft improvisierten Arbeitsplätze der jungen Agrar- und Food-Start-ups sind einen Blick wert. Für f3 haben sie ihre Hoftüren geöffnet.

Supermeatboy

Der Supermeatboy Harm Böckmann hauchte der ehemaligen Hofstelle seines Großvaters in Vechta, Niedersachsen, wieder Leben ein, indem er dort seine Firmenzentrale einrichtete.

Eiche rustikal, neu interpretiert: Hinter diesem Vorhang wird Tierwohl-Salami verkauft. Foto: Drießen

Nach Jahren des Leerstandes vermarktet er von dort seit 2016 eine Tierwohl-Salami. Der goldene Kronleuchter, die alte Schrankwand und der schwere, grüne Vorhang sind also noch echte „Originale“ – genau wie der neue Bewohner.

Wurstgeschwister

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Ob ein alter Gebäudeteil des Bauernhofes, Oma’s Wintergarten oder ein modernes Algen-Labor auf einem Gartenbaubetrieb. Die oft improvisierten Arbeitsplätze der jungen Agrar- und Food-Start-ups sind einen Blick wert. Für f3 haben sie ihre Hoftüren geöffnet.

Supermeatboy

Der Supermeatboy Harm Böckmann hauchte der ehemaligen Hofstelle seines Großvaters in Vechta, Niedersachsen, wieder Leben ein, indem er dort seine Firmenzentrale einrichtete.

Eiche rustikal, neu interpretiert: Hinter diesem Vorhang wird Tierwohl-Salami verkauft. Foto: Drießen

Nach Jahren des Leerstandes vermarktet er von dort seit 2016 eine Tierwohl-Salami. Der goldene Kronleuchter, die alte Schrankwand und der schwere, grüne Vorhang sind also noch echte „Originale“ – genau wie der neue Bewohner.

Wurstgeschwister

Im leerstehenden Wintergarten der Großmutter wird Wurst via Web von den Wurstgeschwistern verschickt. Nadine und Anja Rüweling aus Südlohn in Nordrhein-Westfalen haben damit wahrscheinlich das hellste Büro dieser Fotostrecke.

Von den zwei „Wurstgeschwistern“ Nadine und Anja Rüweling ist hier nur eine zu sehen: Anja pflegt gerade den Webshop für Wurst und Hausmannskost. Und das in einem besonderen „Büro“.

Der Rest der Verwandtschaft spendete den Schwestern noch aussortierte Wohnzimmerstühle und einen alten Küchentisch – und schon war das Büromobilar komplett.

Wer einmal um das Haus geht, kommt in den übersichtlichen Lagerraum. Hier werden dann die Kartons und Wurstpakete gepackt und verschickt. 

Und nebenan wurde der Lagerraum eingerichtet. Hier verhungert man nicht. (Foto: Drießen)
Die Verpackung ist genau auf die Weck-Gläser angepasst. So fliegt auf der Reise nichts durcheinander. (Foto: Drießen)

Querfeld

Zwischen Gemüsekisten, Einhornkuscheltieren, einem Kicker, Klamottenstangen und einem halben Dutzend weiteren Start-ups sitzt Frederic Goldkorn vom Berliner Start-up Querfeld mit seinem Praktikanten Malte. (Hier geht’s zu unserer Querfeld-Reportage.)

Mitten in Berlin wird krummes Gemüse „gerettet“.
Frederic Goldkorn teilt sich sein „Büro“ mit weiteren Start-ups in einem Co-Working-Space in Berlin. (Fotos: Piepenbrock)

Im Jahr 2017 brachte Querfeld rund 42 t krummes Gemüse noch an den Mann, das eigentlich schon für die Mülltonne vorgesehen war. Hier regiert das kreative Chaos. Und wer krumme Sachen rettet, kann was die Ordnung angeht, auch mal fünfe gerade sein lassen.

Evergreen Food

In Folienschläuchen wie diesen blubbern Milliarden Chlorella-Algen in den Gewächshäusern des Gartenbaubetriebes Cordes in Langförde vor sich hin. Die Niedersachsen sind überzeugt, dass bis 2030 jeder Deutsche Algen isst und vermarkten unter der Marke „Lüttge Alge“ bereits ihr Superfood an Feinschmecker und ambitionierte Hobbyköche. Die Umsätze entwickeln sich bislang gut. Wenn nur diese verdammten Pantoffeltierchen nicht wären.

So wachsen Chlorella-Algen heran. Glibbert ganz schön. (Foto: Drießen)

Goosies

Einen Nebenerwerbshof in ein erfolgreiches Gänse-Start-up mit eigener Wurstwarenmanufaktur umgewandelt: Das haben Johann-Michel Claßen und Raimund Winter mit „Goosies“ geschafft. (Hier geht’s zur ausführlichen f3-Reportage.)

So unaufgeregt das Büro ist, desto beeindruckender die Wurstwarenmanufaktur, in der die hauseigene Gänsebratwurst hergestellt wird. (Foto: Drießen)
Die Maispflanzen bieten den Gänsen Schutz und Futter zugleich. Auf rund 4,5ha leben 3000 Gänse in einer Gruppe. (Foto: Goosies)

In der hauseigenen Wurstfabrik stellt Metzger Raimund die Ware eigenhändig her. Die Gänsewurst ist mittlerweile auch im Lebensmitteleinzelhandel gelistet.

Anfangs wollten die Gründer 100kg Wurst am Tag produzieren, haben aber nur 10kg geschafft. (Foto: Drießen)
Heute haben sie die Produktion professionell aufgestellt. (Foto: Drießen)