farm Wunschkonzert

„Möglichst viel direkt absetzen“

Im „Bauernladen Rennegarbe“ bietet die Familie Keßmann ein breites Lebensmittelsortiment an. (Foto: Keßmann)

„Der Betrieb von mir und meinen Eltern ist vielseitig: 300 ha Ackerbau mit Getreide und Mais sowie 800 Sauen im geschlossenen System bilden den Grundstein. Außerdem halten wir 1600 Legehennen in Freilandhaltung. Bei der Vermarktung versuchen wir möglichst viel direkt abzusetzen. Die Gewinnmarge ist einfach deutlich höher.

Hofladen
Hofnachfolgerin Nina Keßmann (23) aus Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke. (Foto: Keßmann)

In unserem Hofladen bieten wir frisches Fleisch von unseren Schweinen, eigene Eier und Kürbisse an. Aber wir vermarkten auch Gemüse oder Honig von Produzenten aus der Region. Allein für den Hofladen benötigen wir fünf Voll-AK. Ich finde, der Betrieb ist gut aufgestellt. Es gibt aber Stellschrauben, die ich anpassen möchte, wenn ich nach dem Master voll in den Betrieb einsteige.

Standort passt für Hofladen

Die Direktvermarktung profitiert ganz klar von der Lage an einer viel befahrenen Hauptstraße und der Nähe zu Osnabrück. Trotz der 1600 Legehennen fehlt es uns im Laden häufig an Eiern. Daher möchte ich in naher Zukunft die Anzahl an Legehennen verdoppeln. Außerdem spiele ich mit dem Gedanken der Vermarktung über einen Online-Shop oder -Plattform. Hier stellt sich die Frage, wie ich die Frische des Schweinefleisches gewährleisten kann. Hier müsste ich mir zuerst Meinungen von Berufskollegen einholen, die bereits Fleisch online vermarkten.

Die Direktvermarktung profitiert ganz klar von der Lage an einer viel befahrenen Hauptstraße.

Nina Keßmann

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Nina Keßmann führt zusammen mit ihren Eltern einen Gemischtbetrieb in NRW. Freilandeier und einen Teil des Schweinefleisches vermarkten sie im Hofladen. Im Wunschkonzert spricht die Junglandwirtin über ihr Zukunftspläne.

„Der Betrieb von meinen Eltern und mir ist vielseitig: 300 ha Ackerbau mit Getreide und Mais sowie 800 Sauen im geschlossenen System bilden den Grundstein. Außerdem halten wir 1600 Legehennen in Freilandhaltung. Bei der Vermarktung versuchen wir möglichst viel direkt abzusetzen. Die Gewinnmarge ist einfach deutlich höher.

Hofladen
Hofnachfolgerin Nina Keßmann (23) aus Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke. (Foto: Keßmann)

In unserem Hofladen bieten wir frisches Fleisch von unseren Schweinen, eigene Eier und Kürbisse an. Aber wir vermarkten auch Gemüse oder Honig von Produzenten aus der Region. Allein für den Hofladen benötigen wir fünf Vollzeit-Arbeitskräfte. Ich finde, der Betrieb ist gut aufgestellt. Es gibt aber Stellschrauben, die ich anpassen möchte, wenn ich nach dem Master voll in den Betrieb einsteige.

Standort passt für Hofladen

Die Direktvermarktung profitiert ganz klar von der Lage an einer viel befahrenen Hauptstraße und der Nähe zu Osnabrück. Trotz der 1600 Legehennen fehlt es uns im Laden häufig an Eiern. Daher möchte ich in naher Zukunft die Anzahl an Legehennen verdoppeln. Außerdem spiele ich mit dem Gedanken der Vermarktung über einen Online-Shop oder Plattform. Hier stellt sich die Frage, wie ich die Frische des Schweinefleisches gewährleisten kann. Ich müsste mir zuerst Meinungen von Berufskollegen einholen, die bereits Fleisch online vermarkten.

Die Direktvermarktung profitiert ganz klar von der Lage an einer viel befahrenen Hauptstraße.

Nina Keßmann

Neben der Landwirtschaft haben wir einen kleinen Campingplatz, der 8 km von unserem Hofladen entfernt liegt. Ich könnte mir künftig einen Automaten oder einen kleinen zweiten Laden dort vorstellen. Ein weiteres Anliegen ist ein Außenklimastall für die Mastschweine. Ein Genehmigungsversuch ist bereits gescheitert. Das ist sehr schade. Einerseits möchten Gesellschaft und Politik mehr Tierwohl, andererseits stehen dem Ganzen sehr viele baurechtliche Hürden im Weg.

Die Verbraucherwünsche

Das stört mich auch an der deutschen Politik: Sie setzt keine klaren Leitlinien, nach denen wir Junglandwirte uns richten können. Wir haben keine Planungssicherheit. Daher finde ich es schwierig, in der heutigen Zeit einen neuen Stall – egal ob ökologisch oder konventionell – zu bauen. Nichtsdestotrotz steht die Branche vor Veränderungen. Als Landwirtin versuche ich meinen Betrieb nach den Verbraucherwünschen zu orientieren – und das ist eben der Wille zu mehr Tierwohl und Regionalität.“


Seid ihr selbst Hofnachfolger oder Junglandwirt und habt eine spannende Geschichte zu erzählen? Dann schreibt uns an info@f3.de mit dem Betreff „Wunschkonzert“.