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„Infarm“ und Kaufland starten Kooperation zum Kräuteranbau free

"Infarm" weitet Kooperationen aus: Nach Aldi Süd gewinnt das Start-up nun auch Kaufland als Kunden. (Foto: Infarm)

Ab sofort bietet auch Kaufland die Kräuter des Berliner Start-ups „Infarm“ an. Die Filialen werden direkt beliefert. An einigen Standorten sollen die Mini-Gewächshäuser stehen.

Auch Kaufland stellt nun die Gewächsschränke von „Infarm“ in seinen Filialen auf. Ende Juli werden in Neckarsulm die ersten Setzlinge gepflanzt, ab Mitte August soll das Infarm-Team zweimal pro Woche ernten. Bis Oktober sollen 14 weitere Standorte folgen, an denen die Indoor-Gewächsschränke des Start-ups aufgestellt werden – darunter Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Regensburg. Geplant ist auch die Belieferung von bis zu einem Drittel aller deutschen Kaufland-Filialen mit Infarm-Kräutern aus der Zentrale in Berlin-Spandau.

„Die Kooperation mit Infarm ist eine großartige Möglichkeit, Frische, Qualität und Ressourcenschonung miteinander zu kombinieren“

Stefan Lukes

Der Anbau von Kräutern in den Filialen bedeute für Kaufland 90 % weniger Transportwege. Das Anbausystem von Infarm komme ohne Erde aus und spare 95 % Wasser im Vergleich zum herkömmlichen Anbau ein. Auf den Einsatz von chemischen Pestiziden werde komplett verzichtet, auf Dünger bis zu 75 %, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kräuter wachsen in den Schränken in einer kontrollierten Umgebung, die über eine zentrale, cloud-basierte Anbauplattform mit Infarm verbunden ist, sich automatisch anpasst und die Anbaubedingungen immer wieder optimiert.

Infarm erschließt immer weitere Märkte

„Die Kooperation mit Infarm ist eine großartige Möglichkeit, Frische, Qualität und Ressourcenschonung miteinander zu kombinieren“, erklärt Stefan Lukes, Geschäftsführer Einkauf Obst und Gemüse von Kaufland. Das Infarm-Sortiment wird zu Beginn glatte Petersilie, griechischen Basilikum, Minze und Bergkoriander umfassen. Auch Aldi Süd bietet seit Mai dieses Jahres Kräuter aus den Schränken von Infarm an. Ab Herbst sollen Produktionsstätten von Infarm mehr als 300 weitere Aldi Süd-Filialen mit angebauten Kräutern versorgen.

Neben Deutschland ist das 2013 in Berlin gegründete Start-up auch in anderen Ländern aktiv. Das Infarm-Netzwerk produziert 250.000 Pflanzen pro Monat in mehr als 900 modularen Farmen in Kanada, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Vergangenes Jahr machte Infarm mit einer Finanzierungsrunde Schlagzeilen: Mit der Summe von 100 Mio. US-Dollar gehört das Investment in das Start-up insgesamt zu den größten europäischen Finanzierungsrunden für junge AgTech-Unternehmen.

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