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Kassel möchte zum Agrar-Start-up-Hotspot werden free

Gründer aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung sollen sich in der Region Kassel ansiedeln. (Foto: stock.adobe/ Artem)

Die Uni Kassel will Start-ups aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung in der Region stärken. Dafür stellt die Hochschule Gründern verschiedene Angebote zur Verfügung.

Wenn es nach der Universität Kassel geht, wächst in ihrer Region der nächste Hotspot für Start-ups aus der Agrar- und Ernährungsbranche heran. Mit knapp 700.000 € will die Hochschule Agrar- und Food-Start-ups in der Region fördern und ein Netzwerk zur nachhaltigen Ressourcennutzung aufbauen. Das Geld kommt unter anderem aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Intensivkurse und Netzwerktreffen

Das Projekt trägt den Titel „Entwicklung eines Start-up-Hotspots für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft im Werra-Meißner Kreis“. Es will die Bedingungen für Unternehmensgründungen im Agrar- und Food-Bereich verbessern. Zu den Angeboten zählen Intensivkurse und Netzwerktreffen. Die Teilnehmer sollen die wichtigsten Grundlagen rund um eine Unternehmensgründung lernen und ihre Geschäftsideen vor Gleichgesinnten und Fachleuten präsentieren können. Die Uni Kassel trägt bereits den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vergebenen Titel EXIST-Gründerhochschule.

Mit unserem Projekt wollen wir nachhaltige Strukturen schaffen, um Gründer zielgerichtete Hilfestellung bei ihren Vorhaben zu geben.

Dr. Sonja Biewer, Uni Kassel

„Schon heute gibt es rund um den Uni-Standort in Witzenhausen eine dynamische Start-up Szene“, sagt Professor Dr. Detlev Möller vom Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel. Start-ups wie das „Edgar-Gartenmobil“ oder „Prosumergy“, über das f3 bereits berichtete, sind Beispiele für die Start-up-Szene. „Mit unserem Projekt wollen wir nachhaltige Strukturen schaffen, um Gründer zielgerichtete Hilfestellung bei ihren Vorhaben zu geben“, so Dr. Sonja Biewer, die künftig in dem Projekt arbeiten wird.

An der Entwicklung eines Start-up-Hotspots für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft beteiligt sind Prof. Dr. Stefan Bringezu, Angela Dorn und Prof. Dr. Detlev Möller von der Uni Kassel. (Foto: Universität Kassel)

Es hat eine Laufzeit von vier Jahren. Gefördert wird es mit Mitteln des EFRE und mit Landesmitteln aus Hessen. Die regionale Vernetzung wird durch die finanzielle Beteiligung der Stiftung der Sparkasse Werra Meißner noch verstärkt.

Innovationsnetzwerke für mehr Ressourceneffizienz

In einem zweiten Projekt geht es ebenfalls um die Vernetzung verschiedener Akteure: Das Projekt „InRess“ zielt darauf ab, in den Bereichen „Nachhaltiges Bauen“ und „Ökologische Landwirtschaft“ Plattformen zu schaffen, die regionalen Akteuren aus Wissenschaft und Praxis einen vertrauensvollen und nachhaltigen Austausch ermöglichen. So entwickelt das Netzwerk „Ökologische Landwirtschaft“ betriebliche Ressourceneffizienzstrategien unter besonderer Berücksichtigung des Qualitätsmanagements von betrieblichen und regionalen Nährstoffkreisläufen.

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