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Knochenbrühe kassiert 300.000 €. Und sucht Landwirte.

"Bone Brox" stellt Knochenbrühe her und vertreibt sie übers Internet und im LEH. Damit konnte das Start-up jetzt einen neuen Investor finden. (Foto: Bone brox)

Das Start-up "Bone Brox" aus Berlin stellt aus Geflügel- und Rinderknochen Bio-Bouillon her. Das Geschäftsmodell folgt damit dem Trend, landwirtschaftliche Nebenprodukte noch zu nutzen. Jetzt hat das Start-up 300.000 € eingesammelt.

In Zeiten der Nachhaltigkeitsdebatte kreisen viele Geschäftsideen darum, wie anfallende Neben- oder Abfallprodukte aus der Landwirtschaft noch dem Wertschöpfungskreislauf zugeführt werden können. So stellt das Hamburger Start-up "Bio-Lution" aus Agrarabfällen Verpackungen und Einweggeschirr her. Die Gründer von "wisefood" versuchen sich an Strohhalmen aus Apfeltrester. Das Gründerinnen-Team von "truefeed" verarbeiten Schlachtabfälle zu Hundefutter. Auch Prof. Dr. Karin Schnitker empfahl in einem kürzlich veröffentlichten f3-Artikel, sich auf die Suche nach einem nachwachsenden Plastikersatz zu machen.

Weitere Landwirte als Zulieferer gesucht

Nun macht ein weiteres Start-up von sich reden, das ähnlich vorgeht. Es nutzt einen Rohstoff, der nur auf den ersten Blick vermeintlich wenige Möglichkeiten bietet: Knochen. „Wir sind der Meinung, dass Tiere ganzheitlich nach dem ‚nose-to-tail-Prinzip’ verwertet werden sollten", sagen die Gründer Konrad Kaspar Knops und Jin-Woo Bae. "Knochen sind kein Abfallprodukt, es stecken unheimlich wichtige Nährstoffe in ihnen."

Knochen sind kein Abfallprodukt, es stecken unheimlich wichtige Nährstoffe in ihnen.

Jin-Woo Bae

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Das Start-up „Bone Brox“ aus Berlin stellt aus Geflügel- und Rinderknochen Bio-Bouillon her. Das Geschäftsmodell folgt damit dem Trend, landwirtschaftliche Nebenprodukte noch zu nutzen. Jetzt hat das Start-up 300.000 € eingesammelt – und sucht neue Zulieferer.

In Zeiten der Nachhaltigkeitsdebatte kreisen viele Geschäftsideen darum, wie anfallende Neben- oder Abfallprodukte aus der Landwirtschaft noch dem Wertschöpfungskreislauf zugeführt werden können. So stellt das Hamburger Start-up „Bio-Lution“ aus Agrarabfällen Verpackungen und Einweggeschirr her. Die Gründer von „wisefood“ versuchen sich an Strohhalmen aus Apfeltrester. Das Gründerinnen-Team von „truefeed“ verarbeiten Schlachtabfälle zu Hundefutter. Auch Prof. Dr. Karin Schnitker empfahl in einem kürzlich veröffentlichten f3-Artikel, sich auf die Suche nach einem nachwachsenden Plastikersatz zu machen.

Weitere Landwirte als Zulieferer gesucht

Nun macht ein weiteres Start-up von sich reden, das ähnlich vorgeht. Es nutzt einen Rohstoff, der nur auf den ersten Blick wenige Möglichkeiten bietet: Knochen. „Wir sind der Meinung, dass Tiere ganzheitlich nach dem ‚nose-to-tail-Prinzip’ verwertet werden sollten“, sagen die Gründer Konrad Kaspar Knops und Jin-Woo Bae. „Knochen sind kein Abfallprodukt, es stecken unheimlich wichtige Nährstoffe in ihnen.“

Knochen sind kein Abfallprodukt, es stecken unheimlich wichtige Nährstoffe in ihnen.

Jin-Woo Bae

So kocht „Bone Brox“ aus Berlin die Knochen von Bio-Hühnern und Bio-Rindern 18 Stunden lang zu Brühe aus und vertreibt sie online im Abomodell und im LEH. Jetzt konnte das 2016 eröffnete Start-up nach Recherchen des Analysedienstes „Startup Detector“ eine neue Finanzspritze vermelden. Wie Gründerszene berichtete, hat sich Georg Kaiser, der Geschäftsführer der Supermarktkette Bio-Company, über seine Beteiligungsgesellschaft „Holistic Capital“ mit 300.000€ am Brühe-Unternehmen beteiligt.

Bio ist ein Muss

Erhältlich ist die Brühe bereits in Italien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien. Hergestellt wird sie nach Unternehmensangaben im BioKontor 7 in Bad Aibling in Oberbayern.

Auf Nachfrage äußerte sich Gründer Jin-Woo Bae auch auf eine mögliche Zusammenarbeit mit Landwirten aus dem f3-Netzwerk. Er sagt: „Ja, wir suchen tatsächlich noch weitere Landwirte, die uns mit Knochen beliefern.“ Diese sollten bevorzugt aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommen. „Die Ware muss allerdings bio sein“, schränkt Jin-Woo ein. „Die Rinder müssen in Weidetierhaltung und die Hühner in Freilandtierhaltung gelebt haben.“ Auch eine Brühe aus Wild hat Brox im Sortiment. Dieses müsse kein Bio-Siegel tragen, so der Gründer.

Bei Anlieferung müssen die Knochen gefroren sein. Über den Preis, den die Landwirte mit den Knochen erzielen können, wollte Jin-Woo keine Angaben machen. Wer Kontakt aufnehmen möchte, schreibt hier am besten eine E-Mail.