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F&A Next Kongress: das Live-Protokoll free

f3 berichtete live vom F&A Next Kongress an der Uni Wageningen. (Foto: Schulze Stumpenhorst)

Die f3-Redaktion besuchte am vergangenen Mittwoch den F&A Next Kongress an der Universität Wageningen in den Niederlanden. Dort trafen sich Agri- und Food-Start-ups mit Investoren und Forschern. f3 berichtete laufend.

Es ist bereits das dritte Mal, dass der F&A Next Kongress stattfindet. An der Universität Wageningen treffen sich Investoren, Landwirte und Entscheider des Food- und Agribusiness, um die dynamische Entwicklung der Branche zu diskutieren. Den Tag strukturiert ein Programm aus Panel-Diskussionen und Impulsvorträgen. Auch Pitches von Start-ups vor Investoren und Zeit zum Netzwerken sind eingeplant.


+++ 14:32 Uhr: Im nächsten Panel geht es um die Relevanz von Acceleratoren und Investoren. Auf der Bühne diskutieren gleich vier davon. Gerade dürften vor allem die Start-ups im Saal die Ohren spitzen. Denn die Investoren diskutieren zwar über die generelle Rolle, die sie einnehmen. Aber immer wieder stellen sie auch vor, was und wen sie suchen und wie sie investieren. Auf der Bühne sitzen:

  • Vijay Chauhan, BioSTL
  • Mark Durno, FoodTrack by Maersk
  • Kevin Camphuis, ShakeUpFactory
  • Steven O’Connell, Rebelbio 

+++ 14:20 Uhr: „Das Potential für neue Technologien im Agribusiness ist groß“, sagt VC-Investor Michiel Kotting. Allein die Entwicklungsmöglichkeiten im Daten-Bereich seien riesig. Als Beispiele nennt er die Entwicklung von digitalen Marktplätzen und datengetriebenen Precision Farming Techniken, die dank dem Zusammenspiel von Satelliten-, Wetter- und mobilen Daten funktionieren. Nicht zuletzt ermöglichten es Internetplattformen und andere Internetangebote auch kleinen Start-ups in den Markt einzutreten.

Ag-Innovations holen derzeit gegenüber anderen Branchen auf.

Michiel Kotting, VC-Investor 

14:10 Uhr: Wie gehen Agrar-Konzerne mit Innovationen und Start-ups um und wie treffen sie sich? In welche Art Start-ups würde Bayer investieren und wieso ist das Potential im Agribusiness überhaupt so groß? Darüber diskutieren gerade auf der Bühne Adrian Percy von Bayer Crop Science und Michiel Kotting vom Investor Northzone Ventures. Das Interview leitet HRH Prinz Constantijn van Oranje.

Große Konzerne wie Bayer seien laut Adrian Percy im Grunde noch nicht gut darauf eingestellt, mit Start-ups zusammen zu arbeiten – aber das Interesse sei da und die Unternehmen arbeiten daran. „Es gibt nicht den einen richtigen Weg, als Konzern in Start-ups zu investieren. Wir versuchen, die Investmens zu mischen und ein guter Partner für junge Unternehmen zu sein,“ sagt Percy.

Auch potentielle Investoren tummeln sich auf dem F&A Next Kongress. CLAAS zum Beispiel hat sich unter die Teilnehmer gemischt. Hier im Gespräch mit Caroline von f3 sind Philipp Eustermann (rechts) und Arne Bohl. (Foto: f3)

+++ 13:43 Uhr: Eine spontane Pause wird eingelegt aufgrund technischer Probleme.

+++13:25 Uhr: Sean de Cleene appelliert, dass Innovationen auch einen Zweck, einen echten Nutzen haben muss, um das globale Food System zu stabilisieren.  Die „Transformative Twelve“ sind Wege, die dem System laut de Cleene die erwünschte Wirkung bringen könnten. Darunter fallen zum Beispiel:

  • die Nutzung alternativer Proteine,
  • die Steigerung der Effizienz durch die Nutzung von Smart Farming Technologien und 
  • die Bereitstellung von dezentralen, regenerativen Energien.

Sean de Cleene betont, wie wichtig es ist, „the bigger picture“ zu sehen und fügt an, dass es immer wieder auch gute Ideen und Innovationen gibt, die nur gescheitert sind, weil nicht alle Stakeholder wirklich zusammen gearbeitet haben. Das sei aber nötig. 

If we don’t start to create sustainable business modells, the food system will collapse.

Sean de Cleene

+++13:13 Uhr:Sean de Cleene, Head of Food Security & Agriculture System Initiative spricht nun. Es geht nun um das globale Ernährungssystem. de Cleene, der selbst die letzten 20 Jahre in Afrika lebte, betrachtet die großen Zusammenhänge. Welche Rolle spielen dabei neue Geschäftsmodelle? „Wenn wir nicht anfangen, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die das ganze, globale Food-System umfassen, wird es zusammenbrechen“, sagt Sean de Cleene.

Begrüßung und Eröffnung F&A Next

+++12:58 Uhr: „Wir müssen auf das ganze Bild mit einer Vision schauen und nicht nur die einfachen Innovationen umsetzen“, sagt O. Fresco. Dies sei notwendig, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Die Präsidentin der Wageningen University Louise Fresco bei den Eröffnungsrede. (Foto: f3)

Die Branche müsse zusammenhalten, so O. Fresco, und das ganze System zukunftsfähig machen. Das bezieht sich auch auf die Geschichte, die das Agribusiness der Gesellschaft erzählt. Denn diese will sehen, wir sich die Land- und Ernährungswirtschaft weiterentwickelt und nachhaltiger, effizienter und präziser wirtschaftet. 

The word of today is ecology.

Louise O. Fresco, President of Wageningen University

+++12:53 Uhr: Die Präsidentin der Universität Wageningen, Louise O. Fresco, begrüsst die Teilnehmer. Sie betont die enge Verbindung zwischen Forschung und Landwirtschaft, die an dieser Uni gepflegt wird. „Wir müssen beachten, dass Landwirte anders organisiert sind, als große Player. Es ist ein kleinteiliges System“, sagt sie. Das macht die technologische Weiterentwicklung der Branche nicht einfacher.

12:46 Uhr: Mit etwas Verspätung haben wir die Plätze eingenommen. Der Saal ist rappelvoll. Moderator Rens de Jong erklärt ein System mit Armbändern, mit dem sich Start-ups und Investoren treffen können. „Weiß sind die Investoren, also sucht die weißen Armbänder, liebe Start-ups“, sagt der Moderator.

11:57 Uhr: Wir sind angemeldet und registriert. Das Wlan läuft. Gleich geht’s los. Nach einer kurzen Begrüßung von Moderator Rens de Jong wird die Präsidentin der Universität Wageningen, Louise O. Fresco, die Eröffnungsrede halten.

Los gehts. Mal sehen, was der Tag bringt. (Foto: Schulze Stumpenhorst)

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