farm Gründerwerkstatt Interview

Lösungen für eine klimapositive Landwirtschaft gesucht

Die „Farm-Food-Climate-Challenge“ sucht Ideen von Landwirten, Start-ups und Vereinen, die den Klimawandel eindämmen könnten. (Foto: stock.adobe/ EUGENI_FOTO)

Wie könnte eine Landwirtschaft aussehen, die besser gerüstet ist für den Klimawandel? Wo gibt es neue Wege in der Direktvermarktung? Fragen wie diese möchte die „Farm-Food-Climate-Challenge“ zusammen mit Landwirten und Landwirtinnen sowie Initiativen und Gemeinwohl-orientierte Start-ups beantworten.

Die gemeinnützige Organisation „ProjectTogether“ aus Berlin hat eine Innovationsplattform für einen klimapositiven Agrar- und Ernährungssektor gestartet: die "Farm-Food-Climate-Challenge". Neben dem wöchentlichen Klimadialog (immer dienstags) mit variierenden Themen aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung wurde ein neun-monatiges Programm für Initiativen und Gemeinwohl-orientierte Start-ups angestoßen. Es findet größtenteils digital statt. Initiativen können sich bis zum 31. Juli hier bewerben. f3 sprach mit ProjectTogether-Initiator Philipp von der Wippel über die Idee und das Programm.


Das Interview:

f3 - farm.food.future: Wie seid ihr bei ProjectTogether auf die Idee mit der Farm-Food-Climate-Challenge gekommen?

Philipp von der Wippel
Philipp von der Wippel (Foto: samuelgroesch)

Philipp von der Wippel: Im vergangenen Jahr haben wir eine Innovationsplattform zu dem Thema Climate Action gestartet. Schnell merkten wir, dass im Agrar- und Lebensmittelbereich viel in Bewegung ist. Das Themenfeld gehört unserer Meinung nach zu den spannendsten aus dem gesamten Klimakontext. Es besteht auf der einen Seite ein großes Einsparpotenzial und auf der anderen Seite der Bedarf für neue Allianzen aus Landwirte und Landwirtinnen, Initiatoren und Initiatorinnen und weiteren Playern. Wir möchten möglichst viele neue Ansätze ausprobieren.

Für neun Monate ins Umsetzungsprogramm

f3: Was können die Initiativen von dem neun-monatigen Umsetzungsprogramm erwarten?

Philipp von der Wippel: Der Inkubator ist größtenteils digital. Wenn es die Situation zulässt, veranstalten wir eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung in Berlin. Unser Kernanliegen ist: Wir möchten den Initiativen nicht einfach etwas überstülpen, was sie gar nicht brauchen. Bei uns steht das Bedarfsgerechte im Vordergrund. Durch wöchentliche Touchpoints in Gruppen können sich die Initiatoren und Initiatorinnen austauschen und auf dem Laufenden bleiben. Die Gruppen setzen sich aus Mentoren sowie Initiatoren und Initiatorinnen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell zusammen. Außerdem gibt es den regelmäßigen Austausch mit unseren Mentoren im Einzelgespräch. Durch dieses Konzept glauben wir, den Initiatoren und Initiatorinnen das richtige Werkzeug mit auf den Weg geben zu können, um mit ihrer Initiative richtig durchzustarten. Sie profitieren von unserem Netzwerk mit einer Breite Stakeholdern, die sich für eine klimapositive Lebensmittelwertschöpfungskette einsetzen. Auf einer für die Teilnehmer frei zugänglichen digitalen Plattform bündeln wir Fachinformationen und Kontakte.

Platz für mehr als 100 Initiativen

f3: Was für Ideen sind bisher bei euch eingegangen?

Philipp von der Wippel: Die Ansätze sind vielfältig. Es werden alle Klimaaktionsfelder aus dem Agrar- und Food-Sektor abgedeckt. So möchte eine Initiative Ökosystemleistungen in Form eines neuen Siegels abbilden. Ein anderes Projekt hat vor, Konsumenten mehr in die Lebensmittelproduktion einzubinden. Im Bereich Agroforst und Permakultur gibt es ebenfalls spannende Ansätze. Wir setzen aber noch auf eine Vielzahl an Bewerbungen bis Ende Juli. Für das Programmwerden wir mehr als 100 Initiativen für eine klimapositive Lebensmittelwertschöpfungskette aufnehmen.

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Wie könnte eine Landwirtschaft aussehen, die besser gerüstet ist für den Klimawandel? Wo gibt es neue Wege in der Direktvermarktung? Fragen wie diese möchte die „Farm-Food-Climate-Challenge“ zusammen mit Landwirten und Landwirtinnen sowie Initiativen und Gemeinwohl-orientierte Start-ups beantworten.

Die gemeinnützige Organisation „ProjectTogether“ aus Berlin hat eine Innovationsplattform für einen klimapositiven Agrar- und Ernährungssektor gestartet: die „Farm-Food-Climate-Challenge“. Neben dem wöchentlichen Klimadialog (immer dienstags) mit variierenden Themen aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung wurde ein neun-monatiges Programm für Initiativen und Gemeinwohl-orientierte Start-ups angestoßen. Es findet größtenteils digital statt. Initiativen können sich bis zum 31. Juli hier bewerben. f3 sprach mit ProjectTogether-Initiator Philipp von der Wippel über die Idee und das Programm.


Das Interview:

f3 – farm.food.future: Wie seid ihr bei ProjectTogether auf die Idee mit der Farm-Food-Climate-Challenge gekommen?

Philipp von der Wippel
Philipp von der Wippel (Foto: samuelgroesch)

Philipp von der Wippel: Im vergangenen Jahr haben wir eine Innovationsplattform zu dem Thema Climate Action gestartet. Schnell merkten wir, dass im Agrar- und Lebensmittelbereich viel in Bewegung ist. Das Themenfeld gehört unserer Meinung nach zu den spannendsten aus dem gesamten Klimakontext. Es besteht auf der einen Seite ein großes Einsparpotenzial und auf der anderen Seite der Bedarf für neue Allianzen aus Landwirten und Landwirtinnen, Initiativen und weiteren Playern. Wir möchten möglichst viele neue Ansätze ausprobieren.

Für neun Monate ins Umsetzungsprogramm

f3: Was können die Initiativen von dem neun-monatigen Umsetzungsprogramm erwarten?

Philipp von der Wippel: Der Inkubator ist größtenteils digital. Wenn es die Situation zulässt, veranstalten wir eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung in Berlin. Unser Kernanliegen ist: Wir möchten den Initiativen nicht einfach etwas überstülpen, was sie gar nicht brauchen. Bei uns steht das Bedarfsgerechte im Vordergrund. Durch wöchentliche Touchpoints in Gruppen können sich die Initiatoren und Initiatorinnen austauschen und auf dem Laufenden bleiben. Die Gruppen setzen sich aus Mentoren sowie Initiatoren und Initiatorinnen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell zusammen. Außerdem gibt es den regelmäßigen Austausch mit unseren Mentoren im Einzelgespräch. Durch dieses Konzept glauben wir, den Initiativen das richtige Werkzeug mit auf den Weg geben zu können, um mit ihrem Projekt richtig durchzustarten. Sie profitieren von unserem Netzwerk mit einer Breite Stakeholdern, die sich für eine klimapositive Lebensmittelwertschöpfungskette einsetzen. Auf einer für die Teilnehmer frei zugänglichen digitalen Plattform bündeln wir Fachinformationen und Kontakte.

Platz für mehr als 100 Initiativen

f3: Was für Ideen sind bisher bei euch eingegangen?

Philipp von der Wippel: Die Ansätze sind vielfältig. Es werden alle Klimaaktionsfelder aus dem Agrar- und Food-Sektor abgedeckt. So möchte eine Initiative Ökosystemleistungen in Form eines neuen Siegels abbilden. Ein anderes Projekt hat vor, Konsumenten mehr in die Lebensmittelproduktion einzubinden. Im Bereich Agroforst und Permakultur gibt es ebenfalls spannende Ansätze. Wir setzen aber noch auf eine Vielzahl an Bewerbungen bis Ende Juli. Für das Programm werden wir mehr als 100 Initiativen für eine klimapositive Lebensmittelwertschöpfungskette aufnehmen.

f3: Was unterscheidet euch von anderen Programmen?

Philipp von der Wippel: Bei der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether geht es darum, einen gemeinsamen Lernprozess in Gang zu bringen. Es ist eine neue Form des Beteiligungsprozesses. Wir sind nicht vom wirtschaftlichen Erfolg der Initiative oder des Gemeinwohl-orientierten Start-ups abhängig. Die Initiativen sollen gemeinsam mit uns einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen.

Climate-Dialog am Dienstag

f3: Erzähl mir noch etwas von euren wöchentlichen Dialogen.

Philipp von der Wippel: Jeden Dienstag zwischen 18 und 19:30 Uhr sitzen wir mit rund 130 Teilnehmern in einem Zoom-Call und sprechen mit wechselnden Referenten über die Themen der Farm-Food-Climate-Challenge. So geht es nächste Woche Dienstag um das Verhalten von Konsumenten. Die Themen wählen wir nach den Wünschen der Teilnehmer aus.