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Nächster Cannabis-Händler erhält Millionenbetrag free

Wieder kassiert ein Start-up, das mit medizinischem Cannabis handelt, einen Millionenbetrag. (Foto: stock.adobe.com/yanadjan)

Das Frankfurter Start-up „Cansativa“ vertreibt medizinisches Cannabis. Nun begrüßt es einen neuen Investor an Bord. Die Investitionssumme ist unbekannt, soll aber im Millionenbereich liegen. Damit wächst der Markt weiter – mit Importware.

Der New Yorker Investment Fond „Northern Swan“ hat einen Millionenbetrag in die „Cansativa GmbH“ investiert, ein Frankfurter Start-up, das medizinisches Cannabis importiert und weiterverkauft. Mit dem frischen Kapital soll das 2017 gegründete Pharmaunternehmen laut Pressemeldung wachsen. Damit fließt erneut Risikokapital in den wachsenden, europäischen Markt. Zuletzt hatte das Kölner Start-up „Cannamedical“ 15 Mio. € eingesammelt. (f3 berichtete). 

Cannabis-Blüten aus den Niederlanden und Kanada

Wie die „Wirtschaftswoche Gründer“ berichtet, plant Cansativa zunächst, auch andere zugelassene Cannabis-Produkte wie Extrakte, Sprays und Kapseln in das Sortiment aufzunehmen. Künftig möchte das Unternehmen diese aber auch selbst aus Rohmaterialien herstellen. „Mittelfristig wollen wir eine eigene Marke aufbauen und als Lohnhersteller für andere Unternehmen arbeiten,“ sagte Mitgründer Jakob Sons der „WirtschaftsWoche Gründer“. Dafür seien allerdings erst neue Genehmigungen notwendig.

15 Millionen Euro für Cannabis-Start-up free

Bislang beziehen die Frankfurter ihre Ware von Herstellern in den Niederlanden und Kanada. Sons verriet der Wirtschaftswoche, dass sein Unternehmen bislang einen Import von jährlich einer Tonne Cannabis beantragt habe. Dazu passt ein Bericht, der kürzlich im Handelsblatt erschien. Demnach hätten seit März vergangenen Jahres neun Unternehmen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Erhöhung ihrer Importmengen auf zusammen knapp 26 Tonnen beantragt.

Anbau wirtschaftlich nicht lohnend?

Wie „Wirtschaftswoche Gründer“ weiter schreibt, herrsche in Deutschland eher eine Angebotsknappheit. Deshalb hofften Start-ups hierzulande auf neue Lieferanten, etwa aus Israel oder Uruguay. Einen Anbau in Deutschland sieht Mitgründer Sons im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin eher kritisch: „Für einen Großteil der Produzenten wird sich das wirtschaftlich nicht lohnen. Die Produktionsmenge ist außerdem so niedrig angesetzt, dass weiterhin Importe nötig sein werden.“ 

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