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Neuer Ausbildungsberuf: Kaufleute im E-Commerce free

Seit diesem August ist der Ausbildungsberuf "Kaufleute für E-Commerce" gestartet. Quelle: pexels.com
Seit diesem August ist der Ausbildungsberuf "Kaufleute für E-Commerce" gestartet. (Quelle: pexels.com)

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres ist es erstmals möglich, den Beruf der „Kaufleute im E-Commerce“ zu erlernen. 900 Azubis sind bereits dabei. 

Lange durften Online- und Versandhändler nicht ausbilden, weil sie keine eigenen Ladengeschäfte mit einer Beratungssituation haben. Doch seit August 2018 ist der neue Ausbildungsberuf „Kaufleute für E-Commerce“ am Start. Wie der E-Commerce Verband bevh informiert, begannen erstmals rund 900 Azubis diese Lehre. Insgesamt verfügen nach Angaben des Verbandes rund 1500 Betriebe über eine anerkannte Eignung für die neue Ausbildung.

Wer bislang ausbildet

Die Leerstelle in der Lehre: digitales Know-how free

Der Online-Handel sei mit überproportionalen Wachstumsraten seit Jahren der „Motor“ des Einzelhandels, schreibt der bevh. Das Interesse an dem neuen Beruf sei in der Wirtschaft daher groß. Auch bei den Abiturienten und Schülern mit mittlerem Schulabschluss kommt der Beruf gut an: In einigen Großstädten können von Beginn an zwei Fachklassen gebildet werden. Aber auch abseits der Großstädte in der Region konnten Unternehmen ihre Ausbildungsplätze besetzen und freuen sich auf die kommenden Fachkräfte für digitale Geschäftsmodelle.

Zu den ersten Unternehmen des neuen Ausbildungsberufs gehören etablierte Multichannel-Händler wie Otto, Baur, Conrad Electronic, Media Markt, Detlev Louis sowie Ulla Popken. Aber auch sogenannte Online-Pureplayer wie Reich Online Service und expand covers, Online-Marktplätze wie real.de und idealo.de, sowie Marktplatzhändler wie KW-Commerce bilden aus. Auch im Handel mit Firmenkunden haben Unternehmen wie der Großhändler Gautzsch oder der Betriebsausstatter Schäfer-Shop Azubis für den neuen Beruf eingestellt.

Inhalte der Ausbildung

Zu den Aufgaben der E-Commere-Kaufleute zählen nach Angaben des Ausbildungsportals „Ausbildung.de“ beispielsweise folgende Tätigkeiten:

  • Online-Shops aufbauen (Sortiment auswählen, Zielgruppe im Blick haben, Trends kennen)
  • Produkte einpflegen
  • Kennzahlen analysieren (Werbemaßnahmen anpassen, Bilder austauschen, Strategien ändern)
  • Rechnungen bearbeiten (klassische kaufmännische Arbeiten)
  • Marketingmaßnahmen entwickeln 
  • Kundenkontakt pflegen, Kunden beraten

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