Gründerwerkstatt Invest

Neuer Standardvertrag: Term Sheet zum Download free

Wer Verhandlungen über Beteiligungen führt, sollte einen Term Sheet aufsetzen.
Bereits in frühen Verhandlungsstadien zwischen Start-ups und Investoren sollte ein sogenannter "Term Sheet" aufgesetzt werden. Das GESSI hat ein Standarddokument dafür aufgesetzt. (Foto: rawpixel.com)

Eine Initiative des Bundesverbandes Deutsche Start-ups und des Business Angels Netzwerks Deutschland erarbeiten derzeit Standardverträge zur freien Verfügung. Jetzt ist das zweite Dokument „Term Sheet“ fertig. Was das ist und wieso Gründer das brauchen, lest ihr hier.

Wer ein Start-up aufbaut und die ersten Gespräche mit Investoren oder Business Angels führt, der sitzt Menschen gegenüber, die bereits viel und oft über Beteiligungen verhandelt haben. Investoren kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen und haben frisch gebackenen Gründern und Gründerinnen in dieser Hinsicht meist viel voraus. Die Initiative „German Standards Setting Institute“ (GESSI) will seit vergangenem Jahr mit der Entwicklung von Standardverträgen dafür sorgen, dass die Belange beider Parteien – Investoren und Start-ups – ausgewogen berücksichtigt werden. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, handelt es sich doch um ein Gemeinschaftsprojekt vom Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) und dem Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND).

Zweiter Standardvertrag verfügbar

Nun ist das zweite Standarddokument aufgesetzt worden und steht hier zum Download bereit. Es handelt sich um ein sogenanntes „Term Sheet“, das zur Schaffung einer frühen gemeinsamen Geschäftsgrundlage dient. Es ist damit eines der ersten Verhandlungsdokumente, das Gründerteams und Investoren unterschreiben und damit Eckdaten einer angestrebten Beteiligung festlegen.

Mit den Standardverträgen soll erreicht werden, dass Start-up-Finanzierungen schneller, einfacher und kostengünstiger und gleichzeitig rechtssicher sind.

Auszug Pressemeldung

Ein Term Sheet sollte noch aufgesetzt werden, bevor eine vertiefende Prüfung des Investments los geht. Also bevor es zu Kosten von Dritten kommt und bevor sich Start-ups aus eventuellen anderen Gesprächen mit alternativen Investoren zurückziehen. Was genau die Verhandlungspartner im Term Sheet festlegen sollten, erklärt das GESSI in einem ausführlichen Verwendungshinweis, der ebenfalls zum Download bereitsteht. Er ist auch für Rechts-Neulinge verständlich formuliert und bietet einen guten Einstieg in das Thema.

Beratung bleibt nötig

Das GESSI weist allerdings darauf hin, dass die Dokumente keine fachliche Beratung ersetzen können.

Der erste GESSI Standardvertrag betraf das Wandeldarlehen (Convertible Note) und wurde seit Juni 2018 mehr als viertausendmal heruntergeladen. Das nächste Produkt wird sich mit dem Thema „Arbeitsverträge“ befassen und soll im Herbst 2019 zum Download bereit stehen.

Wer die Dokument kostenlos herunterladen möchte, muss sich einmalig registrieren. Es fallen keine weiteren Gebühren an.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden