farm food Gründerwerkstatt

„Next Organic Award“: Ökologisch und sozial ausgezeichnet

Laudator Waldemar Zeiler von Einhorn (links) überreichte dem Team von "BioBalkan" den "Next Organic Startup Award 2019" in der Kategorie "Social Business". (Foto: Stefan Haehnel)

„Dort auf dem Land leben Menschen, die trotz harter Feldarbeit ein karges Leben führen“, heißt es auf der Webseite von BioBalkan. Das Wiener Start-up vertreibt seit Anfang des Jahres für den Balkan typische Spezialitäten wie beispielsweise Ajvar im Glas. Es unterstützt Bauern und Sozial-Betriebe aus der Region dabei, auf Bio-Landwirtschaft umzustellen und die nach dem Krieg dünn besiedelten Landstriche am Leben zu halten.

„Sie ermöglichen Bio-Landwirtschaft in Bereichen, in denen es schwierig ist. Und sie ermöglichen Minderheiten, tolle Produkte herzustellen.“

Laudator Waldemar Zeiler

Auf der „Next Organic“ - Konferenz vergangene Woche in Berlin gewannen die Gründer mit diesem Ansatz den Award in der Kategorie „Social Business“. Sozial sei BioBalkan, weil das Start-up Bio-Landwirtschaft in Bereichen ermöglicht, in denen es schwierig ist und weil es Minderheiten ermöglicht, gute Produkte herzustellen, sagte Laudator Waldemar Zeiler von Einhorn bei der Preisverleihung. Zeiler selbst ist Gründer eines Social-Start-ups und gilt als Pionier in diesem Bereich.

Social Business: Die Szene in Deutschland boomt

Die Auszeichnung und die ausstellenden Start-ups auf der Next Organic zeigen, dass sowohl ökologische als auch ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung immer wichtigere Rollen spielen. Verbraucher achten beim Kauf verstärkt auf die Herkunft der Zutaten und eine nachhaltige Verpackung. Aber auch immer mehr Gründer wollen soziale und ökologische Probleme mit unternehmerischen Mitteln lösen.

Jetzt f3 Mitglied werden und direkt weiterlesen

Als f3-Mitglied erhälst du täglich Meldungen, Beiträge und Reportagen zu Innovationen und Start-ups aus den "grünen" Bereichen und wirst Teil des neuen Gründer-Netzwerks.

mehr Informationen bekommst du hier

Das Start-up „BioBalkan“ schlägt Brücken zwischen Landwirten aus Serbien, Bosnien und Herzegowina und österreichischen Verbrauchern. Auf der „Next Organic“ erhielt das Unternehmen den Social Business Award. Hier zeigte sich: Immer mehr Entrepreneure setzen auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

„Dort auf dem Land leben Menschen, die trotz harter Feldarbeit ein karges Leben führen“, heißt es auf der Webseite von BioBalkan. Das Wiener Start-up vertreibt seit Anfang des Jahres für den Balkan typische Spezialitäten wie beispielsweise Ajvar im Glas. Es unterstützt Bauern und Sozial-Betriebe aus der Region dabei, auf Bio-Landwirtschaft umzustellen und die nach dem Krieg dünn besiedelten Landstriche am Leben zu halten.

„Sie ermöglichen Bio-Landwirtschaft in Bereichen, in denen es schwierig ist. Und sie ermöglichen Minderheiten, tolle Produkte herzustellen.“

Laudator Waldemar Zeiler

Auf der „Next Organic“ – Konferenz vergangene Woche in Berlin gewannen die Gründer mit diesem Ansatz den Award in der Kategorie „Social Business“. Sozial sei BioBalkan, weil das Start-up Bio-Landwirtschaft in Bereichen ermöglicht, in denen es schwierig ist und weil es Minderheiten ermöglicht, gute Produkte herzustellen, sagte Laudator Waldemar Zeiler von Einhorn bei der Preisverleihung. Zeiler selbst ist Gründer eines Social-Start-ups und gilt als Pionier in diesem Bereich.

Social Business: Die Szene in Deutschland boomt

Die Auszeichnung und die ausstellenden Start-ups auf der Next Organic zeigen, dass sowohl ökologische als auch ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung immer wichtigere Rollen spielen. Verbraucher achten beim Kauf verstärkt auf die Herkunft der Zutaten und eine nachhaltige Verpackung. Aber auch immer mehr Gründer wollen soziale und ökologische Probleme mit unternehmerischen Mitteln lösen.

In der Manufaktur Radanska Ruža wird das Bio-Gemüse aus der Region eingemacht. BioBalkan-Gründer, Hans Jörg Hummer, unterstützt bei der Umstellung und Koordinierung. (Foto: BioBalkan)

Die sogenannten „Social Entrepreneure“ schaffen einen Mehrwert, indem sie soziale Betriebe bei der Herstellung von Produkten unterstützen, Grünstreifen auf Feldern mit Monokulturen pflanzen oder Teilerlöse für entwicklungspolitische Projekte spenden. Auch immer mehr Food-Start-ups betreiben Social Business. Das wohl bekannteste ist das Hamburger Unternehmen Lemonaid. Das Start-up spendet einen festen Betrag pro verkaufter Flasche Limonade an Entwicklungshilfe-Projekte.

Entwicklungshilfe mit Bio-Landwirtschaft

BioBalkan-Gründer, Hans Jörg Hummer, ist den Weg – wenn man so will – andersrum gegangen: Nach mehr als 15 Jahren im entwicklungspolitischen Bereich auf dem Balkan, hat er 2018 sein Food-Start-up gegründet. Die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft, so der Gründer, könne den Menschen dort langfristig ein besseres Einkommen bieten. Weil sie nach der Umstellung zunächst weniger Ertrag einfahren, hilft BioBalkan bei der Finanzierung.

Die Partner des Start-ups sind Sozial-Betriebe in der Region, die alleinerziehenden Müttern, Langzeitarbeitslosen, Menschen mit Behinderungen oder Minderheiten Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und den Manufakturen bieten. BioBalkan unterstützt sie dabei, die Qualitäts- und Bio-Standards der EU sicherzustellen. Denn vertrieben werden die Feinkostgläser im Online Shop und über stationäre Biomärkte in Österreich.

Erlöse für Humusaufbau und Bodenschutz in Anbauländer

Auch das Start-up Chill Choc präsentierte sich auf der Next Organic. Das junge Unternehmen stellt Trinkschokolade in Pulverform aus Kakao, Cannabidiol (CBD) aus naturbelassenen Hanfblättern und Rohrzucker her. Den Hanf beziehen die Gründer aus Brandenburg, den Kakao aus Südamerika. Teile der Erlöse fließen in Open-Source-Projekte für Humusaufbau und Bodenschutz sowie Bildung in Brasilien und Sri Lanka.

In einem ersten Finanzierungszeitraum sammelte Chill Choc über die Crowdfunding-Plattform StartNext nun 10.000 Euro ein. Mit dem Geld möchte das Start-up Zutaten direkt von produzierenden Kooperativen in den Anbauländern beziehen. In einem zweiten Finanzierungszeitraum sollen nun 20.000 Euro eingesammelt werden.