Fördertöpfe Gründerwerkstatt

Niedersachsen: Geld für gute Ideen free

Bis zu 2.000 € pro Gründer und Monat können Start-ups in der Gründungsphase nun in Niedersachsen abrufen. (Foto: pexels/ rawpixel.com)

1,5 Mio. € Förderung gibt es dieses Jahr zum ersten Mal für potenzielle Gründer aus Niedersachsen. Gesucht werden auch Ideen aus dem Agrar- & Food-Sektor. Hier findet ihr die Aufnahmekriterien.

Keine Idee ohne gutes Geld. Das sehen immer mehr deutsche Bundesländer ein. Nach Sachsen-Anhalt, NRW und Hamburg gibt es nun auch in Niedersachsen ein Gründerstipendium. Im Haushalt des Landes Niedersachsen stehen 2019 zunächt 1,5 Mio. € zur Verfügung. Das Stipendium kann jeder mit einer innovativen, digitalen oder wissensorientierten Gründungsidee seit Mai beantragen. Ein Fokus auf einen bestimmten Wirtschaftszweig wird nicht gelegt. Ideen aus dem Agrar- & Food-Sektor sind also willkommen.

Das Stipendium richtet sich sowohl an Sologründer als auch an Gründerteams mit bis zu drei Personen. Über eine Dauer von acht Monaten werden 2.000 € pro Gründer oder bei Studierenden 1.000 € ausgezahlt. Das gab kürzlich das Niedersächsische Wirtschaftsministerium bekannt. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann sagte: „Dieses Stipendium wird dafür sorgen, dass es mehr innovative Gründungen in Niedersachsen geben wird.“

Aufnahme kein Selbstläufer

Die Bewerber werden nach folgenden Kriterien ausgewählt:

  • Fachliche Eignung des Antragstellenden
  • Fachliche Qualifikation des Teams
  • Qualität der Geschäftsidee oder des Produktes
  • Reifegrad/Detailliertheit der Geschäftsidee oder des Produktes
  • Qualität, Plausibilität, Realisierungsaussicht des Geschäftsmodells
  • Qualität und Plausibilität der Markt- und Wettbewerbsanalyse

Individuelles Mentoring

Damit die angestrebte Selbstständigkeit möglichst ein Erfolg wird, begleiten Mentoren die potenziellen Gründer und Gründerinnen individuell. Sie führen sie in bestehende Start-up-Netzwerke ein. Deswegen wird das Gründungsstipendium nur gewährt, wenn eine Einrichtung wie etwa ein Start-up-Zentrum, eine Hochschule oder ein anderer Accelerator das Gründungsvorhaben intensiv unterstützt. Außerdem darf die Gründung zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht erfolgt sein.

Das Gründerstipendium ist eine geeignete Zusatzentlohnung für Start-ups.

Tim Siebert, Seedhouse

Schon Agraridee an Board

Der Start-up-Manager vom Osnabrücker Accelerator Seedhouse, Tim Siebert, sagte auf Nachfrage von f3, dass bereits eines ihrer Start-ups ein Stipendium erhält. „Farmerscent“ möchte durch den Einsatz von Duftstoffen die Umgebung von Nutztieren verbessern. Dadurch soll die Leistung und das Tierwohl gesteigert werden. Tim Siebert unterstrich: „Das Gründerstipendium ist eine geeignete Zusatzentlohnung für Start-ups. Bei Farmerscent verlief das Bewerbungsverfahren auch schnell und unkompliziert.“


Jetzt Bewerben

Anträge für das Gründungsstipendium können ab sofort bei der NBank eingereicht werden.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden