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Ohrmarken-Start-up mit Millionen-Exit

Der Geschäftsführer des Start-ups Smartbow, Wolfgang Auer, erklärt die Ohrmarken. Sie kann aus den Bewegungsmustern der Kuh lernen. (Foto: smartbow)

Via künstlicher Intelligenz überwachen die Ohrmarken des österreichischen Start-ups Smartbow die Gesundheit von Kühen. Die Technik ist bereits im Einsatz. Nun kauft der amerikanische Tiergesundheitskonzern Zoetis das Start-up für einen zweistelligen Millionenbetrag.

Das österreichische AgTech-Start-up Smartbow wurde vom US-amerikanischen Tiergesundheitskonzern Zoetis gekauft. Wie mehrere österreichische Medien berichten, erwarb der US-Konzern das Start-up zu 100% und legte dafür einen zweistelligen Millionenbereich auf den Tisch. Schon im Jahr 2017 investierte Zoetis nach Medienangaben rund 5 Mio.€ in das Start-up und ging eine Vertriebspartnerschaft mit dem Jungunternehmen ein.

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Via künstlicher Intelligenz überwachen die Ohrmarken des österreichischen Start-ups Smartbow die Gesundheit von Kühen. Die Technik ist bereits im Einsatz. Nun kauft der amerikanische Tiergesundheitskonzern Zoetis das Start-up für einen zweistelligen Millionenbetrag.

Das österreichische AgTech-Start-up Smartbow wurde vom US-amerikanischen Tiergesundheitskonzern Zoetis gekauft. Wie mehrere österreichische Medien berichten, erwarb der US-Konzern das Start-up zu 100% und legte dafür einen zweistelligen Millionenbereich auf den Tisch. Schon im Jahr 2017 investierte Zoetis nach Medienangaben rund 5 Mio.€ in das Start-up und ging eine Vertriebspartnerschaft mit dem Jungunternehmen ein.

Die Ohrmarke des Start-ups „Smartbow“ 

Smartbow entwickelt Ohrmarken für Kühe und Rinder, die deren Echtzeit-Gesundheitszustand überwachen sollen. Nach Unternehmensangaben integriert das Smartbow-System die Verwendbarkeit von Ohrmarken mittels Funkfrequenz und Datenanalyse und erlaubt dem Landwirt Bewegungsmuster sowie Brunst- und Wiederkäuverhalten zu beobachten. Durch die Bewegungsmuster kann auf die Fruchtbarkeit der Kühe und auf die frühzeitige Erkennung bei häufigen und kostenintensiven Krankheiten wie Mastitis oder
Lahmheit geschlossen werden.

Ursprünglich mal für Schweine erdacht

Wie das österreichische Internetportal „futurezone“ im vergangenen Jahr berichtete, hatte der Landwirt und Gründer Wolfgang Auer das System ursprünglich für Schweine entwickelt, die er in großen Ställen schnell finden musste. Mit den drei Partnern Linz Center of Mechatronic (LCM), der Johannes Kepler Universität in Linz und dem Upper Austrian Research Zentrum veränderte er das Konzept und entwickelte es zur Marktreife.

Künstliche Intelligenz wächst free

Da sich jedes Tier anders verhalte, arbeitet das System heute mit Künstlicher Intelligenz: Nach einigen Tagen im Ohr des Tieres könne die Chipmarke Abweichungen vom normalen Verhalten erkennen und dem Landwirt melden.

Funktionen und Merkmale 

Wolfgang Auer, Gründer und Geschäftsführer von Smartbow, sagt: „Unsere Ohrmarke verfügt über ein geringes Gewicht von 20g und eine Batterielebensdauer von sechs Jahren. Eine integrierte LED-Leuchte ermöglicht es dem Betriebsführer, bei selektivem Alarm das betreffende Tier rasch zu finden. Außerdem kann eine automatisierte Tieridentifikation sichergestellt und individuelle Zugangsberechtigungen für den Melkstand und die Fütterung vergeben werden.“

Aufgrund dieser Eigenschaften eigne sich die Ohrmarke auch für große Herden. Ein Gut in Sibirien mit 5.000 Kühen stattete Smartbow nach Angaben der Oberösterreichischen Nachrichten im Februar 2018 mit den Ohrmarken aus.

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