digital Gründerwerkstatt

Pielers gewinnt Vorentscheid der future agro challenge free

Bei Erzeugern direkt und ohne Umwege über den Supermarkt einkaufen, ohne alle einzeln anfahren zu müssen: So lautet die Idee von Pielers-Gründerin Dr. Julia Köhn. (Foto: Pielers)

Pielers-Gründerin Julia Köhn wird Deutschland beim internationalen Gründerwettbewerb „future agro challenge“ vertreten und geht damit ins Rennen um den Titel „agripreneur of the year“. Julia setzte sich im Online-Pitch gegen vier andere Agrar- und Food-Start-ups durch.

Fünf mal drei Minuten – das war die Formel, nach der sich gestern Abend beim digital ausgetragenen Vorentscheid der future agro challenge alles richtete. Fünf Start-ups hatten je drei Minuten Zeit, sich und ihr Konzept einer elfköpfigen Jury vorzustellen. Am Ende ging Julia Köhn, Gründerin der digitalen Handelsplattform für Lebensmittel „Pielers“ siegreich aus dem Online-Event hervor. Zu diesem hatte die Andreas Hermes Akademie gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank eingeladen. f3 unterstützte als Medienpartner und entsendete Redaktionsleiterin Eva Piepenbrock in die Jury.

Eigentlich als Live-Event in Frankfurt geplant, fand der Deutsche Vorentscheid der future agro challenge digital statt.

Diese Start-ups gingen ins Rennen

Diese fünf Teams gingen nach alphabetischer Reihenfolge ins Rennen und präsentierten ihre Arbeit einer vielseitig besetzten Jury.

  • Agrora: Agrora ist ein Online-Marktplatz für Agrarrohstoffe, der seit Frühjahr 2020 am Markt ist. Das Team will den Ein- und Verkauf von landwirtschaftlichen Betrieben digitalisieren. Bislang sind 50 Unternehmen registriert.
  • BEEsharing: BEESharing baut eine Plattform, die Imker und Landwirte zusammenbringt, mit Bestäubungsprodukten und Bienen handelt sowie regionalen Honig vertreibt.
  • ConstellR: „ConstellR“ will 30 eigens konstruierte Klein-Satelliten ins All schießen und damit gänzlich neue Erdbeobachtungsdaten generieren und vermarkten. Die Satelliten-Cubes sind mit neuartigen thermal-infrarot Sensoren ausgestattet, die nach Start-up-Angaben besser für das Monitoring von Pflanzengesundheit und ihrer Wasserversorgung geeignet sind, als bisherige Bildgebungsverfahren.
  • Kornwerk für regionale Biodiversität GmbH: Drei Gründerinnen haben sich zusammengetan, um pflanzliche Milchalternativen aus alten Hafersorten herzustellen. Der Hafer wird regional angebaut und das Team trägt das Anbaurisiko gemeinsam mit dem Landwirt.
  • PIELERS: Die Online-Handelsplattform für Lebensmittel digitalisiert die Direktvermarktung. Das Start-up stellt darüberhinaus seine Technologie zur Verfügung, um lokale Marktplätze mit der digitalen Infrastruktur auszustatten.

Die Veranstaltung im Video

Die Veranstaltung wurde live auf Facebook übertragen. Hier konnten die Start-ups auch Extrapunkte sammeln: das Team mit den meisten Likes ihres vorab hochgeladenen Pitchvideos erhielt den Publikumspreis, der zusätzlich zur Jurybewertung zählte. Hier könnt ihr euch den Mitschnitt noch einmal anschauen.

Rentenbank sendet Gewinnerin nach Griechenland

Dr. Christian Bock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank übergab den Preis: Julia Köhn fliegt im September zur „future agro challenge“ und vertritt dort Deutschland. Julia sagte: „Ich fühle mich sehr geehrt, die deutsche Agrifood-Gründerszene in Griechenland vertreten zu dürfen. Wir werden uns bemühen, einen internationalen Pitch auf Augenhöhe hinzubekommen – und etwas Aufmerksamkeit für alle deutschen Start-ups mit nach Hause zu bringen.“

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