Gründerwerkstatt Perspektivwechsel

Player, Partner, Programme: Das deutsche AgTech-Ökosystem

Die AgTech-Szene in Deutschland wächst. Wir stellen Player, Partner und Programme vor. (Grafik: Christina Helmer)

Geldgeber & Investitionen

Auf Landwirtschaft spezialisierte Geldgeber sind rar. Deutsche AgTech-Start-ups finden Finanzierung z. B. beim Hightech-Gründerfonds, Climate-KIC, privaten Stiftungen oder Venture-Capital-Gebern wie z. B. Munich Venture Partners oder M Ventures. Im Vergleich zu den USA, Israel oder Australien sind Investoren eher risikoscheu. Laut AgFunder und F&A-Next-Report wurden 2018 rund 109 Mio. US-$ investiert. Damit nimmt Deutschland bei der Höhe der Agri- und Food-Investitionen 2018 Platz  vier ein.

In Bezug auf die Summe der Investitionen hängt Deutschland im Vergleich zu den USA hinterher. (Grafik: Christina Helmer)

Fördertöpfe

Eine Reihe von Fördertöpfen sollen Start-ups vor allem über die frühe Phase hinweghelfen: Das EXIST-Förderprogramm bietet Frühfinanzierung für Studierende und Wissenschaftler. Das Bundeslandwirtschaftsministerium bietet mit der deutschen Innovationspartnerschaft Agrar Zuschüsse für AgTech-Ideen. Außerdem fördert es „Experimentierfelder“ für digitale Landwirtschaft. Auch die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet u. a. Innovationsförderprogramme.

In Deutschland gibt es staatliche Förderprogramme sowie Gründerzuschüsse von Banken. (Grafik_ Christina Helmer)

Wissenschaft

Das AgTech-Ökosystem baut in Deutschland auf starke wissenschaftliche
Innovationskraft. Viele Universitäten und Fachhochschulen bieten Entrepreneurstudiengänge. Langsam kommen auch Precision-Farming-Studiengänge und KI-Professuren hinzu. Unter anderem das
Fraunhofer-Institut bringt starke AgTech-Innovationen hervor.

Der Bereich Forschung und Wissenschaft ist in Deutschland stark. (Grafik: Christina Helmer)

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In welchem Umfeld können Agrar- und Food-Start-ups in Deutschland eigentlich gründen? Welche Investoren, Fördertöpfe und Verbände gibt es? Und wie sieht es mit der (Land-) Wirtschaft aus? Ein Überblick.

Geldgeber & Investitionen

Auf Landwirtschaft spezialisierte Geldgeber sind rar. Deutsche AgTech-Start-ups finden Finanzierung z. B. beim Hightech-Gründerfonds, Climate-KIC, privaten Stiftungen oder Venture-Capital-Gebern wie z. B. Munich Venture Partners oder M Ventures. Im Vergleich zu den USA, Israel oder Australien sind Investoren eher risikoscheu. Laut AgFunder und F&A-Next-Report wurden 2018 rund 109 Mio. US-$ investiert. Damit nimmt Deutschland bei der Höhe der Agri- und Food-Investitionen 2018 Platz  vier ein.

In Bezug auf die Summe der Investitionen hängt Deutschland im Vergleich zu den USA hinterher. (Grafik: Christina Helmer)

Fördertöpfe

Eine Reihe von Fördertöpfen sollen Start-ups vor allem über die frühe Phase hinweghelfen: Das EXIST-Förderprogramm bietet Frühfinanzierung für Studierende und Wissenschaftler. Das Bundeslandwirtschaftsministerium bietet mit der deutschen Innovationspartnerschaft Agrar Zuschüsse für AgTech-Ideen. Außerdem fördert es „Experimentierfelder“ für digitale Landwirtschaft. Auch die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet u. a. Innovationsförderprogramme.

In Deutschland gibt es staatliche Förderprogramme sowie Gründerzuschüsse von Banken. (Grafik: Christina Helmer)

Wissenschaft

Das AgTech-Ökosystem baut in Deutschland auf starke wissenschaftliche Innovationskraft. Viele Universitäten und Fachhochschulen bieten Entrepreneurstudiengänge. Langsam kommen auch Precision-Farming-Studiengänge und KI-Professuren hinzu. Unter anderem das Fraunhofer-Institut bringt starke AgTech-Innovationen hervor.

Der Bereich Forschung und Wissenschaft ist in Deutschland stark. (Grafik: Christina Helmer)

Landwirtschaft

Die Zahl innovativer LandwirtInnen, die mit Gründerteams zusammenarbeiten, wächst langsam. Sie stellen Testfläche und Know-how zur Verfügung oder geben Gründern Feedback aus der landwirtschaftlichen Praxis. Gemeinschaftliche Investments mehrerer Landwirte in Start-ups gibt es (noch) selten.

Die Landwirte sind innovativ. Bisher investieren sie noch selten in Start-ups. (Grafik: Christina Helmer)

Start-ups

AgTech ist der kleinste Gründungsbereich Deutschlands mit aktiven Start-ups entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette. Allein f3 hat seit Mai 2018 über mehr als 150 Start-ups aus Food- und AgriTech berichtet.

Stories über Gründer und Macher: f3 hat bereits über 150 Start-ups berichtet. (Grafik: Christina Helmer)

Medien

Berichte über Start-ups und Innovationen finden vermehrt Einzug in die (Fach-)Medien. Mit f3 gibt es im deutschsprachigen Raum sogar eine erste, auf Start-ups und Innovationen spezialisierte Plattform. Sie stellt Ideen und die Köpfe dahinter vor und vernetzt erfolgreich Gründer, Landwirte und Investoren miteinander.

Auf f3.de laufen Stories, Meldungen und Veranstaltungsberichte aus der grünen Branche zusammen. (Grafik: Christina Helmer)

Events

Nationale und internationale Messen und Konferenzen führen zu wachsender Vernetzung wie z. B. farm & food 4.0, die innovate!, die ngin food conference, Landtechnik.digital, das Bootcamp der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die Agritechnica, die Grüne Woche, Veranstaltungen von Verbänden und nicht zuletzt die f3-Scheunengespräche.

Bisher fanden drei f3-Scheunengespräche statt: in Münster, in Belm bei Osnabrück und in Kiel. (Grafik: Christina Helmer)

Verbände

Mehr Austausch zwischen Start-ups und Landwirten streben auch verschiedene Verbände und berufsständische Interessenvertretungen an. Der Bundesverband Deutsche Startups etwa hat eine eigene Agrar-Fachgruppe.

Neben Start-up-Verbänden hat sich auch ein Verband für alternative Proteinquellen gegründet. (Grafik: Christina Helmer)

Wirtschaft

Etablierte Unternehmen öffnen sich für Kooperationen mit Start-ups z. B. durch Acceleratoren: So wird das Seedhouse in Niedersachsen von 29 Unternehmen aus der Land- und Ernährungswirtschaft finanziert. Das Agro Innovation Lab von BayWa und Raiffeisen Ware Austria fördert Start-ups. KWS Saat hat ein Precision-Farming-Programm. Die Grimme Gruppe fördert Innovationen mit der Schmiede.One. Hinter dem recht aktiven Atlantic Food Labs stehen Dr. Oetker, Bitburger und Döhler.

Immer mehr Unternehmen suchen die Nähe zu Start-ups und jungen Gründern. (Grafik: Christina Helmer)

Quellen

E&Y-Start-up-Barometer, AgFunder-/ F&A-Next-Report, agfunder.com, f3.de
*Die Übersicht hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.