farm Gründerwerkstatt

Rosenwasser als Marktnische

Petra Rothütl bewirtschaftet ein Rosenfeld mit 800 Stöcken. Sie möchte in Zukunft ihren gesamten Lebensunterhalt von dem neuen Geschäftsmodell bestreiten. (Foto: Kraml)

Petra Rothütl aus Österreich ist Rosenbäuerin. Derzeit baut sich sich eine eigene Marke auf, feilt am Anbau und entwickelt neue Produkte.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in top agrar Österreich 10/2019.

Als ich 2012 gelesen habe, dass noch Rosenbauern für das Projekt „SteirerROSE“ gesucht werden, habe ich mich sofort beworben“, erklärt Petra Rothütl. Ihr Interesse zu Kräutern und Arzneipflanzen hat sie dabei motiviert. Gestartet ist sie mit 300 Rosenstöcken. Heute pflegt und beerntet sie 800 Stöcke der Damaszener-Rose. Das biologisch bewirtschaftete Rosenfeld verwandelt sich jedes Jahr im Mai in ein rosa Blütenmeer. Dann ist auch die stressigste Zeit, wenn die Rosen geerntet werden müssen. „Die Haupternte dauert ein bis zwei Wochen“ erklärt Petra. Geerntet wird jeden Tag: In der Früh die Knospen für das Rosenwasser, dann die Blütenblätter für die Trocknungsanlage.

Rosensirup, Marmeladen, Gewürzsalze, Rosenzucker, Salze, Kräutermischungen und Rosenwasser produziert Petra Rothütl für Feinkostläden und einem Onlineshop. (Fotos: Kraml)

Fast 200 kg Rosen

In diesem Jahr hat sie mit ihrer Familie 120 kg Knospen (400 Stöcke) und bis zu 70 kg Blütenblätter geerntet. Während die Knospen sofort vakuumverpackt in die Gefriertruhe kommen, werden die Blütenblätter nach der Ernte getrocknet. Dazu nutzt Petra eine eigens gebaute Trocknungsanlage. Bei 37 °C werden die Blüten ca. acht Stunden getrocknet. Dabei wenden ihre Eltern regelmäßig die Blütenblätter. Die abgekühlten Blüten verpacken sie ebenfalls in Vakuum.

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Petra Rothütl aus Österreich ist Rosenbäuerin. Derzeit baut sie sich eine eigene Marke auf, feilt am Anbau und entwickelt neue Produkte.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in top agrar Österreich 10/2019.

„Als ich 2012 gelesen habe, dass noch Rosenbauern für das Projekt „SteirerROSE“ gesucht werden, habe ich mich sofort beworben“, erklärt Petra Rothütl. Ihr Interesse zu Kräutern und Arzneipflanzen hat sie dabei motiviert. Gestartet ist sie mit 300 Rosenstöcken. Heute pflegt und beerntet sie 800 Stöcke der Damaszener-Rose. Das biologisch bewirtschaftete Rosenfeld verwandelt sich jedes Jahr im Mai in ein rosa Blütenmeer. Dann ist auch die stressigste Zeit, wenn die Rosen geerntet werden müssen. „Die Haupternte dauert ein bis zwei Wochen“ erklärt Petra. Geerntet wird jeden Tag: In der Früh die Knospen für das Rosenwasser, dann die Blütenblätter für die Trocknungsanlage.

Rosensirup, Marmeladen, Gewürzsalze, Rosenzucker, Salze, Kräutermischungen und Rosenwasser produziert Petra Rothütl für Feinkostläden und einen Online Shop. (Fotos: Kraml)

Fast 200 Kilo Rosen

In diesem Jahr hat sie mit ihrer Familie 120 kg Knospen (400 Stöcke) und bis zu 70 kg Blütenblätter geerntet. Während die Knospen sofort vakuumverpackt in die Gefriertruhe kommen, werden die Blütenblätter nach der Ernte getrocknet. Dazu nutzt Petra eine eigens gebaute Trocknungsanlage. Bei 37 °C werden die Blüten ca. acht Stunden getrocknet. Dabei wenden ihre Eltern regelmäßig die Blütenblätter. Die abgekühlten Blüten verpacken sie ebenfalls in Vakuum.

„Für mich ist die Rosenproduktion zum Haupterwerb geworden“, erklärt Petra. Denn während des gesamten Jahres erzeugt sie zahlreiche Produkte, in denen die Rose eine zentrale Rolle spielt. Dazu zählen Marmeladen, Sirup, Gewürzsalze, Zucker und Kräutermischungen. Ganz besonders beliebt bei ihren Kunden ist das Rosenwasser. Dafür hat sich Petra eine Destille für rund 300 € gekauft. Je nach Bedarf holt sie die eingefrorenen Knospen aus der Gefriertruhe und veredelt diese zu duftendem Wasser. Ihre Produkte verkauft Petra schließlich im Online Shop des Projekts „SteirerROSE“ und in einigen Genussläden in der Steiermark.

Von den Rosen leben

„Ich bekomme auch besonders viele Aufträge für Hochzeiten Weihnachten oder Firmenfeiern“, erzählt die Rosenbäuerin. Ihre Produktion ausbauen möchte sie derzeit nicht. 800 Stöcke bringen sie vom Arbeitsaufwand schon an ihre Grenzen. Sie möchte aber allein von der Rosenproduktion und der Veredelung leben können. Das erhofft sie sich dann, wenn alle Rosenstöcke in einigen Jahren voll tragen.