Fördertöpfe Gründerwerkstatt News

Schon wieder 500.000 € für Agrarideen free

Der in Irland ansässige Accelerator Yield Lab sucht Start-ups aus dem Bereich AgTech. Er kann mit Risikokapital punkten, aber auch mit Mentoring und einem guten Netzwerk. (Foto: pexels/ rawpixels.com)

Der Yield Lab Accelerator vergibt dieses Jahr 500.000 € an junge Agrar-Unternehmen. In den vergangenen Jahren war ein bunter Strauß vom Bienen- bis zum Fischfutter-Start-up dabei.

Die Bewerbungsphase für das Yield Lab-Programm 2019 ist gestartet. Bis zu fünf Start-ups werden mit je 100.000 € unterstützt. Zusätzlich gibt es ein intensives Mentoring- und Trainingsprogramm. Die Ideen sollen zu einem erfolgreichen, international skalierbaren Unternehmen ausgebaut werden.

Yield Lab leistet Risikokapitalinvestitionen in der Frühphase von Start-ups im Bereich Agtech. Im Besonderen fokussiert der Accelerator Ideen, die auf ökologische Nachhaltigkeit und Lebensmittelsicherheit basieren. Dies ist das dritte Jahr des Programms. Yield Lab investierte bis dato in acht Unternehmen in Irland, dem Vereinigten Königreich und den USA.

Was bringt Yield Lab?

Unternehmen, die für das Accelerator-Programm 2019 von Yield Lab ausgewählt werden, erhalten:

  • eine Investition von 100.000 Euro (75.000 Euro in bar und 25.000 Euro in Form von Dienstleistungen und Unterstützung)
  • Zugang zum globalen Netzwerk von Yield Lab, einschließlich strategischen Unternehmenspartnern, Produzenten, Investoren, Unternehmern und mehr
  • vollständig bezahlte Reisen zu drei wichtigen Konferenzen zu den Themen Landwirtschaftstechnologie und Wagniskapital in den USA und Europa

Bewerbungen für das diesjährige Programm werden bis zum 31. Juli 2019 angenommen und sind hier zu finden:

Diese Acht Start-ups sind bereits dabei:

Apis Protect – Cork, Irland

Apis Protect“ möchte die Vorgänge im Bienenstock mithilfe von Sensoren überwachen. Durch die ausgewerteten Daten erhält der Imker Kenntnisse über die Gesundheit der Kolonien, Krankheiten und Schädlinge.

Hexafly – Meath, Irland

Hexafly“ wandelt Abfälle von Brauereien in Eiweiß- und Nährölprodukte für den Fischfuttermarkt um. Weitere Nebenprodukte sind Dünger und Chitin. Larven der schwarzen Soldatenfliege zersetzen den Brauabfall und gewinnen die Produkte.

Micro Gen Biotech- Carlow, Irland

Micro Gen Biotech“ hat eine Reihe von biologischen Wirkstoffen auf Bakterienbasis entwickelt. Sie sollen unter anderem die Erträge verbessern und die Schwermetallbelastung von Pflanzen verringern. Die Wirkstoffe können auch zur biologischen Sanierung von Böden verwendet werden.

Sencrop möchte mit Wetterstationen auf dem Feld das Mikroklima bestimmen. (Foto: Sencrop)

Chalante – Cambrigde, England

Chalante“ arbeitet an Mitteln, um Parasiten im Nutztierbereich abzutöten. Die Parasitizide zielen darauf ab, die Resistenzen gegen im Handel erhältliche Produkte zu überwinden. Die Technologie ermöglicht sowohl die Entdeckung neuer Arzneimittel als auch verbesserte Methoden für deren Herstellung.

Impact Vision – San Francisco, USA

Impact Vision“ arbeitet an Bilderkennungstechnologien für Lebensmittel. Durch eine Hyperspektralsoftware soll die Qualität von Lebensmitteln bewertet werden, beispielsweise die Frische von Fisch oder der Trockensubstanzgehalt von Avocados.

Micro SynbiotiX – Cork, Irland

Micro SynbiotiX“ entwickelt orale Impfstoffe zum Bekämpfen von Infektionen in der Aquakultur. Dafür wendet das Start-up eine neuartige Methode zum Herstellen von Impfstoffen mit transgenen Mikroalgen an.

Sencrop – Cambridge, England

Sencrop“ vertreibt Wetterstationen für die Landwirtschaft. Ein Regen- und Windgeschwindigkeitsmesser soll für eine präzisere, effizientere und umweltfreundlichere Landwirtschaft sorgen. Aufgebaut werden die Sensoren im Feld und sie sollen dem Landwirt Auskünfte über das Mikroklima geben.

Ubiqutek (t/a Rootwave) – Warwick, England

Ubiqutek“ hat ein Gerät entwickelt, das eine Vielzahl von Unkräutern mit Elektrizität abtöten und bekämpfen soll. Das Start-up nutzt ein B2B-Modell und versucht, sein Produkt an Händler und Hersteller für mechanische Unkrautbekämpfung in größerem Maßstab zu vermarkten.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden