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Seedhouse sucht wieder Start-ups

Der Seedhouse-Accelerator sucht wieder junge Teams. Bewerbt euch jetzt. (Foto: Seedhouse)

Bereits zum fünften Mal öffnet das Osnabrücker Seedhouse seine Tore für junge Start-ups. Der Accelerator unterstützt Teams aus den Bereichen Agrar, Food und Digitales. Am 12. April endet die Bewerbungsfrist. Hier erfahrt ihr, warum sich eine Teilnahme lohnt.

Das Osnabrücker Seedhouse hat sich in der Agrar- und Foodszene als gut vernetzter Accelerator bereits deutschlandweit einen Namen gemacht. Nicht zuletzt die Vielzahl an Unternehmen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette, die dem Seedhouse als Beteiligungsgesellschaft den Rücken stärken, ziehen die Aufmerksamkeit junger Start-ups auf sich. Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den 5. Förderdurchgang. Er findet vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 statt. Hier geht's zur Bewerbung.

f3 hat mit Junior Projektmanager Johann Rottmann über die Besonderheiten des Seedhouse gesprochen - und was das Team aus vier bereits absolvierten Batches gelernt hat.


Interview

Johann Rottmann, Seedhouse

f3 - farm. food. future: Derzeit sucht ihr bereits zum fünften Mal innovative Ideen aus den Bereichen Agrar, Food und Digitales. Was waren eure Learnings vom ersten bis zum jetzt anstehenden Batch?

Johann Rottmann: Ja, wir versuchen den drei Branchen Agrar, Food und Digitales im Seedhouse zu gleichen Teilen eine Brutstätte zu bieten. Die ersten zwei Jahre haben aber gezeigt, dass die Hälfte der Start-ups eine rein digitale Ausrichtung haben. Die andere Hälfte verteilt sich etwa gleich auf Food- und Agrar-Ideen. Zudem haben wir uns sehr früh die Regel gesetzt, nur Food-Start-ups mit einer technischen Komponente für unser Programm zu berücksichtigen. Rezepturen und Marketinglastige In-Produkte können besser mit anderen Partnern der Branche umgesetzt werden. Wir möchten nachhaltige technische Innovationen im Bereich der Lebensmitteltechnik fördern. Dies ist auch der Wunsch der beteiligten Unternehmen.

Unternehmen unterstützen Start-ups

f3: Fast 30 Unternehmen der Region haben sich zusammengetan, um zu gleichen Teilen in Start-ups zu investieren und sie auch ideell zu unterstützen. Wie kommt die Unterstützung konkret bei den "Seedhouse-Start-ups" an?

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Bereits zum fünften Mal öffnet das Osnabrücker Seedhouse seine Tore für junge Start-ups. Der Accelerator unterstützt Teams aus den Bereichen Agrar, Food und Digitales. Am 12. April endet die Bewerbungsfrist. Hier erfahrt ihr, warum sich eine Teilnahme lohnt.

Das Osnabrücker Seedhouse hat sich in der Agrar- und Foodszene als gut vernetzter Accelerator bereits deutschlandweit einen Namen gemacht. Nicht zuletzt die Vielzahl an Unternehmen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette, die dem Seedhouse als Beteiligungsgesellschaft den Rücken stärken, ziehen die Aufmerksamkeit junger Start-ups auf sich. Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den 5. Förderdurchgang. Er findet vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 statt. Hier geht’s zur Bewerbung.

f3 hat mit Junior Projektmanager Johann Rottmann über die Besonderheiten des Seedhouse gesprochen – und was das Team aus vier bereits absolvierten Batches gelernt hat.


Interview

Johann Rottmann, Seedhouse

f3 – farm. food. future: Derzeit sucht ihr bereits zum fünften Mal innovative Ideen aus den Bereichen Agrar, Food und Digitales. Was waren eure Learnings vom ersten bis zum jetzt anstehenden Batch?

Johann Rottmann: Ja, wir versuchen den drei Branchen Agrar, Food und Digitales im Seedhouse zu gleichen Teilen eine Brutstätte zu bieten. Die ersten zwei Jahre haben aber gezeigt, dass die Hälfte der Start-ups eine rein digitale Ausrichtung haben. Die andere Hälfte verteilt sich etwa gleich auf Food- und Agrar-Ideen. Zudem haben wir uns sehr früh die Regel gesetzt, nur Food-Start-ups mit einer technischen Komponente für unser Programm zu berücksichtigen. Rezepturen und Marketinglastige In-Produkte können besser mit anderen Partnern der Branche umgesetzt werden. Wir möchten nachhaltige technische Innovationen im Bereich der Lebensmitteltechnik fördern. Dies ist auch der Wunsch der beteiligten Unternehmen.

Unternehmen unterstützen Start-ups

f3: Fast 30 Unternehmen der Region haben sich zusammengetan, um zu gleichen Teilen in Start-ups zu investieren und sie auch ideell zu unterstützen. Wie kommt die Unterstützung konkret bei den „Seedhouse-Start-ups“ an?

Johann: Konkret werden die Programmteilnehmer Teil einer gewachsenen Community und bekommen ein Beratung-Budget von 10.000 €, Wirtschaftsmentoren und kostenlose Büros im Seedhouse.

Es freut uns, dass es im Anschluss der Programmphase zu ersten Investitionen durch die Beteiligungsgesellschaft gekommen ist.

Johann Rottmann

Unser Konzept eines Public-Private-Multi-Corporate-Startup-Zentrums ist aber für alle Seiten ein Gewinn. Den Start-ups ermöglicht es Marktzugänge und Kontakte. Den gestandenen Unternehmen ermöglicht es einen Blick auf Zukunftstechnologien, neue Arbeitsmethoden und potenzielle neue Partner. Das Ganze ist sehr gut angelaufen. Wir stehen aber noch an der Schwelle zu etwas Größerem, das wir in den nächsten Jahren gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen und den Start-ups aufbauen möchten. In diesem Zusammenhang freut uns, dass es im Anschluss der Programmphase zu ersten Investitionen durch die Beteiligungsgesellschaft gekommen ist. Parallel wägen Beteiligungsgesellschaft und Start-ups fortlaufend ab, ob auch ein Seed-Investment infrage kommt.

Im Seedhouse treffen sich Unternehmensvertreter, Politiker und Start-ups. (Seedhouse)

f3: Rückblickend auf die vergangenen Durchgänge: Was waren beeindruckende Entwicklungen, die ihr begleitet habt?

Johann: Ein Highlight war im Herbst 2019, als unser Start-up „Lambus“ in 134 Ländern der Welt App des Tages war. So ein Erfolg fällt nicht vom Himmel und bestätigt uns in dem, was wir mit unseren Teams erreichen können. Außerdem ist es immer etwas Besonderes, die funktionierenden Prototypen in der Hand zu halten, bei denen es sich vor wenigen Monaten noch um Ideen und Konzepte gehandelt hat.

Schwierigkeiten für Start-ups

f3: Und wo liegen immer ähnliche Schwierigkeiten?

Johann: Start-up ist nicht gleich Start-up. Das Feld der Gründerinnen und Gründer ist sehr komplex. Die einzelnen Herausforderungen sind es ebenso. Wir können lediglich einen groben chronologischen Ablauf in der Start-up-Genese skizzieren: Produktfokussierung, Business-Case-Susarbeitung, Prototypenbau, Finanzierung, Mitarbeiter-Fluktuation, Go-to-Market-Strategien.

Damit wir den Start-ups bestmöglich helfen können, versuchen wir für jedes einen Betreuungsmaßanzug zu schneidern. Für die einen ist es die Unterstützung beim Prototypenbau durch Experten aus dem Unternehmensnetzwerk. Für die anderen ist es ein professionelles Rhetoriktraining für anstehende Verhandlungen oder Intros zu möglichen Investoren und Pilotkunden.