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Start-up-Landschaft im Wandel free

Wohin geht die Reise der Start-up-Szene? (Foto: Worawut/stock.adobe.com)

Der „Deutsche Startup Monitor“ hat auch in diesem Jahr wieder die  Gründer-Szene in Deutschland vermessen. Neben ein paar bekannten Trends zeigt die Studie: Die Landschaft wandelt sich.

Start-ups werden innovativer, digitaler und mutiger. Das belegt der Deutsche Startup Monitor (DSM), für den der Bundesverband Deutsche Startups 1.500 Jungunternehmer und leitende Angestellte in Start-ups befragt hat. Drei zentrale Ergebnisse stechen aus der Studie hervor.

Gründer in Deutschland…

  • … schaffen Innovationen: Fast 60% der Start-ups spüren einen klaren Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf ihr Geschäftsmodell. 73% der Gründer fordern die Reduktion bürokratischer Hürden und 42% mehr Unterstützung bei der Kapitalbeschaffung, um ihr eigenes Wachstumspotential zu fördern.
  • … brauchen digitale Expertise: Drei von vier Start-ups geben an, Schwierigkeiten beim Recruiting von Fachkräften aus dem IT-Bereich zu haben. Zudem ist Anteil von Gründern mit einem Hintergrund an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) um 13,2% zurückgegangen. Vielmehr kommen sie häufiger aus den Wirtschaftswissenschaften.
  • …sind glücklicher: Gründer arbeiten mit durchschnittlich 56 Stunden pro Woche zwar überdurchschnittlich viel. Im Gegensatz zu nur 32% der Gesamtbevölkerung geben 49% der Gründer aber an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein.

Grüne Welle in der Gründerszene?

Green Economy: Viertgrößter Gründungszweig free

Politisch bleiben die Gründer auch in diesem Jahr der FDP treu. 38% der Befragten würden ihre Stimme bei der Bundestagswahl den Liberalen geben. Kräftig aufgeholt haben unter den Gründern die Grünen. Fast jeder vierte (22%) würde zurzeit grün wählen – im vergangenen Jahr war es nur etwa jeder sechste (16%).

Der politische Trend zeigt sich auch in der Unternehmensausrichtung der DSM-Start-ups. Gut ein Drittel der Jungunternehmer möchte mit seinen Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ähnlich hoch ist der Anteil jener, die einen sozialen Beitrag leisten wollen. Zudem ordnet sich gut ein Drittel der Start-ups der „Green Economy“ zu.

Die Start-up-Hotspots

Laut dem DSM hat Nordrhein-Westfalen Berlin als Start-Up-Hochburg in diesem Jahr zum ersten Mal von Platz eins verdrängt – zumindest, wenn es um die Verteilung der Start-ups nach Bundesländern geht. In NRW haben mittlerweile 19% der deutschen Startups ihren Hauptsitz, in Berlin knapp 16%. Bei den Gründungsregionen hat Berlin aber nach wie vor die Nase vorn: Mit 15,8% liegt die Hauptstadt vor der Metropolregion Rhein-Ruhr (11,2%), Hamburg (7,2%), Stuttgart/Karlsruhe (6,1%) und München (5,9%).

Die komplette Studie zum Nachlesen findet ihr hier.

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