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Start-up Preis der Rentenbank geht an „Spoontainable“ free

Start-up
Das Start-up "Spoontainable" hat den mit 5.000 € dotierten Start-up-Preis 2020 der Landwirtschaftlichen Rentenbank gewonnen. (Foto: Spoontainable)

Drei Tage voller Workshops, Expertengespräche und Coachings: Das war das Bootcamp der Landwirtschaftlichen Rentenbank und des TechQuartiers in Frankfurt, an dem zwölf Agrar- und Food-Start-ups teilnahmen. Bei der abschließenden Abendveranstaltung überzeugte „Spoontainable“ das Publikum und sicherte sich den begehrten Start-up Preis.

Beim nunmehr dritten Bootcamp der Rentenbank und des TechQuartiers Frankfurt diskutierten die Gründerinnen und Gründer von zwölf Start-ups ihre Lösungen für den AgTech- und FoodTech-Bereich mit etablierten Persönlichkeiten aus der Agrarwirtschaft. In Workshops wurden die Teilnehmer zu Themen wie Wachstumsstrategien, Verhandlungs- und Marketingmethoden geschult. Die Start-ups nutzten Workshops, knüpften Kontakte und präsentierten am Demo-Day ihre Ideen einem Publikum aus Agrarwirtschaft, Bankensektor und Start-up-Szene. f3 berichtete, welche Start-ups vor Ort waren.

Spoontainable gewinnt Start-up Preis

Don’t waste it – taste it: So das Motto des Heidelberger Start-ups Spoontainable. Die zündende Idee kam den beiden Gründerinnen Julia Piechotta und Amelie Vermeer in ihrer Hohenheimer WG, als sie sich darüber ärgerten, dass es kaum sinnvolle Alternativen zu Einwegplastik gab. Nach einigen Experimenten gelang es ihnen, aus Reststoffen der Lebensmittelverarbeitung essbare Eislöffel zu herzustellen. Seit Markteintritt im Jahr 2019 konnten sie durch ihre essbaren „Spoonies“ bereits 2 Mio. Plastikeislöffel ersetzen. „Unser Eis- und Dessertlöffel ist plastikfrei, vegan und in der Herstellung klimaneutral. Um Funktionalität und Geschmack zu optimieren, haben wir lange an der Rezeptur getüftelt. Unser Spoonie schmeckt wie ein Keks und sollte auch gegessen werden“, so Julia Piechotta, Mitgründerin von Spoontainable.

Nikola Steinbock, Mitglied des Vorstandes der Rentenbank, überreichte den Start-up Preis. (Foto: Kokenbrink)

Offensichtlich überzeugte dieses Konzept das Publikum des Demo Days. Im Publikumsvoting voteten die insgesamt rund 150 Teilnehmer für ihren Favoriten. So konnten sich die Spoontainable-Gründerinnen über den mit 5.000€ Preisgeld dotierten Start-up Preis freuen. Den zweiten Platz belegte das Start-up „Corvitac“ aus Hannover, das ein automatisches Zählsystem für Schweine entwickelt hat (f3 berichtete). Auf dem dritten Platz landete „Circular Carbon“. Das Würzburger Start-up hat sich der Produktion, Entwicklung und dem Vertrieb von Produkten aus Pflanzenkohle verschrieben.

Kontakt mit Experten der Agrarbranche knüpfen

Wann hat man als Start-up schon die Chance, sich mit renommierten Unternehmen, Branchenvertretern und Experten in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen? Das Speed-Dating brachte Start-ups mit Branchenexperten zusammen. Es zeigte sich: Die Schnittstellen sind da. Die Expertise von Unternehmen und potenziellen Investoren kann Start-ups helfen. Im Gegenzug sind Unternehmen an der Zusammenarbeit und dem Austausch mit den Start-ups interessiert.

Besuch aus der Politik

Auf dem Programm standen während des Bootcamps im TechQuartier auch ausführliche Gespräche mit Hans Joachim Fuchtel. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft besuchte das Bootcamp am vergangenen Montag. Er diskutierte mit den Gründerinnen und Gründern über deren Geschäftsmodelle und lieferte Ratschläge zu Fördermöglichkeiten. Von den Start-ups erhielt er Denkanstöße, wie aktuelle Herausforderungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft bewältigt werden könnten.

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