Gründerwerkstatt News

Start-up-Trendreport: die Ergebnisse im Überblick free

Gründer und Gründerinnen in Deutschland sind mit ihrer Arbeit generell zufrieden. Anforderungen werden an die Politik und das Bildungssystem gestellt. (Foto: pixabay.com)

Die Start-up-Szene in Deutschland unterscheidet sich je nach Region und insbesondere zwischen Stadt und Land. Die Arbeitszufriedenheit der Gründer ist generell hoch. Sie sind allerdings unzufrieden mit der Vermittlung von Unternehmergeist an Schulen und Hochschulen.

Es gibt Unterschiede zwischen den regionalen Start-up-Ökosystemen in Deutschland. Die Arbeitszufriedenheit bei den Gründern ist hoch. Allerdings sind sie mit der Förderung und Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln an deutschen Schulen und Hochschulen unzufrieden. Zu diesen Ergebnissen kam der Start-up-Trendreport, den der Bundesverband Deutsche Startups e.V. und das Marktforschungsunternehmen Statista kürzlich veröffentlichten. Der Trendreport wurde auf Basis der Daten des jährlich erhobenen Deutschen Startup Monitors entwickelt. 1.550 Gründer, Geschäftsführer sowie Führungskräfte deutscher Start-ups wurden dazu online befragt.

Berlin weiterhin gefragt, München mit starker B2B-Fokussierung

Regionale Ökosysteme haben unterschiedliche Stärken und befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Berlin nimmt weiterhin mit dem Fokus auf Wachstum und Finanzierung eine Sonderstellung in Deutschland ein. Generell steht in den Großstädten Wachstum deutlich stärker im Fokus, während in kleineren Städten und auf dem Land häufiger die Produktentwicklung das zentrale Thema ist. Der wirtschaftlich starke Süden ist durch eine B2B-Fokussierung geprägt.

Die Befragten versprechen sich von regionalen Clustern Wissenstransfer sowie Informations- und Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen.

Start-up-Trendreport

Unabhängig von der Region verzeichnen alle Befragten eine hohe Arbeits- sowie Lebenszufriedenheit. Mit 96% ist die Arbeitszufriedenheit bei Gründern aus der Region Stuttgart/Karlsruhe am höchsten. Zugang zu Netzwerken, sogenannte Cluster, ist vor allem den süddeutschen Gründern wichtig. Ein Drittel der deutschen Start-ups sind Mitglied in einem regionalen Cluster, in Westdeutschland sind es sogar 46%. Die Befragten versprechen sich davon vor allem Wissenstransfer sowie Informations- und Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen.

Heraus- und Anforderungen

Die drei größten Herausforderungen für Start-ups sind laut eigener Aussage Kundengewinnung (55%), Produktentwicklung (49%) und Wachstum (44%). Darauf folgen Kapitalbeschaffung (32%) und Liquidität (22%). Helfen könnte in Hinblick auf die Kapitalbeschaffung die Politik. Um die Finanzierungssituation deutscher Start-ups zu verbessern, plädiert ein Drittel der Befragten für die Weiterentwicklung bestehender Finanzierungsinstrumente für junge Unternehmen. Zusätzlich empfehlen 29% die Attraktivität von Direktinvestitionen für deutsche Familienunternehmen und mittelständische Unternehmen zu steigern.

40% plädieren für die Aufnahme von Entrepreneurship ins Bildungswesen.

Start-up-Trendreport

40% plädieren für die Aufnahme von Entrepreneurship ins Bildungswesen. Das deutsche Schulsystem erhält für die Förderung und Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln durchschnittlich die Note 5,0 „mangelhaft“, deutsche Hochschulen werden mit 4,1 „ausreichend“ bewertet. Hier könne laut Gründer die Einführung digitaler Bildungsinhalte an weiterführenden Schulen helfen, Jugendliche frühzeitig für digitale Berufsfelder zu begeistern und Deutschland als Start-up-Standort nachhaltig aufzuwerten.


f3-Scheunengespräch in Bayern

Wer Interesse an einem Austausch mit landwirtschaftlichem Bezug hat, der ist herzlich zu unserem f3-Scheunengespräch am 23.10.2019 im bayrischen Straubing eingeladen. Hier geht es zum Ticketverkauf.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden