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Start-ups setzen auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit free

Die deutsche Start-up-Branche ist in Bezug auf ihre Wachstumschancen optimistisch. Das zeigt der diesjährige Start-up Monitor auf. (Foto: pixabay/nattanan23)

Die deutschen Gründer und Gründerinnen blicken positiv in die Zukunft, auch wenn der Zugang zu Kapital schwieriger wird. Kriterien der Nachhaltigkeit rücken stärker in den Fokus. Der 7. Start-up Monitor gibt einen Einblick.

Zuversichtliche Gründer und Gründerinnen mit einem Fokus auf Digitalisierung und „grünen“ Themen und mit ambitionierten Wachstumsplänen trotz wirtschaftlicher Rezession: So lassen sich die Ergebnisse des 7. Deutschen Start-up Monitors (DSM) zusammenfassen, den der Bundesverband Deutsche Startups e. V. und die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC am vergangenen Montag in Berlin vorstellten. An der Online-Befragung beteiligten sich knapp 2.000 deutsche Start-ups.

Ein Erfolgsrezept der Gründerinnen und Gründer: Sie setzen in ihren Geschäftsmodellen konsequent auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Franziska Teubert

„Während in vielen Branchen die Sorgen vor einer Wirtschaftskrise zunehmen, sehen Start-ups weiterhin gute Marktchancen. Ein Erfolgsrezept der Gründerinnen und Gründer: Sie setzen in ihren Geschäftsmodellen konsequent auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit“, kommentiert Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Bundesverbands Deutsche Startups e. V. die Umfrageergebnisse.

Nachhaltigkeit wird bei der Gründung wichtiger

Knapp zwei Drittel der Befragten haben demnach ein digitales Geschäftsmodell. Im Zentrum stehen dabei immer häufiger innovative Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Blockchain. Zudem werden Kriterien der Nachhaltigkeit bei der Gründung immer wichtiger. Ein gutes Drittel der Befragten (37 %) ordnet seine Produkte oder Dienstleistungen der „Green Economy“ zu.

Allerdings empfinden es viele Entrepreneure als zunehmend schwierig, an Geld zu kommen. Für 38% der Befragten ist die Kapitalbeschaffung eine große Hürde. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auffallend ist, dass zwischen den Finanzierungsquellen, die Start-ups tatsächlich nutzen, und denen, die sie sich wünschen, eine große Lücke klafft. 81% der Befragten setzen für die Finanzierung auf eigene Ersparnisse, aber nur 40% bevorzugen diese Option.

Die Ergebnisse des Start-up Monitors im Überblick:

  • Der Anteil von Gründerinnen in den befragten Start-ups ist das fünfte Jahr in Folge leicht angestiegen und liegt nun bei 15,7%.
  • Die Start-ups schaffen aktuell und zukünftig mehr Arbeitsplätze: Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl steigt im Jahresvergleich von 12,3 auf 13,3 Personen.
  • Die Befragten beurteilen die Geschäftslage weiterhin sehr positiv.
  • Digitale Branchen und Geschäftsmodelle sind das wichtigste Gründungsumfeld.
  • Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung: Bereits über 36% der Start-ups ordnen sich der Green Economy und/oder dem Bereich Social Entrepreneurship zu.
  • Über die Hälfte der Start-ups beteiligt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen werden jedoch noch häufig als (sehr) ungünstig bewertet.
  • Es herrscht eine große Diskrepanz zwischen bevorzugten und tatsächlich genutzten Kapitalquellen. Die Befragten wünschen sich insbesondere mehr Wachstumsfinanzierungen durch Business Angels und Venture Capital.
  • Die Gründerinnen und Gründer schätzen das Ökosystem an ihrem Standort oftmals sehr positiv ein – insbesondere am wachstumsorientierten Hotspot Berlin. Speziell die Nähe zu Universitäten und das Netzwerk zu anderen Start-ups wird besonders positiv beurteilt.

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