digital future

Status quo: Agrar-Roboter

Das Agro Innovation Lab hat die Erkenntnisse der diesjährigen "Robotic Challenge" ausgewertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse. (Foto: Kristoffer Skarsgaard/Saga Robotics)

Mit der "Robotics Challenge" des Agro Innovation Labs sammelten die BayWa AG und die Raiffeisen Ware Austria allerhand Informationen über den derzeitigen Entwicklungsstand von autonomen Feldrobotern. f3 hat die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

Ein selbstfahrender Roboter, der eigenständig Ernte- oder Jät-Arbeiten übernimmt - fernes Zukunftsszenario oder gar nicht mal so unrealistisches Arbeitsbild der Landwirtschaft von morgen? Mithilfe der "Robotics Challenge" hat sich das Team des Agro Innovation Labs (AIL) den Sommer über intensiv mit den Herausforderungen von Roboter-Unternehmen befasst und den Markt für Agrar-Roboter analysiert. f3 fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen, die hier gegen Eingabe der persönlichen Daten heruntergeladen werden kann.

Fotos: AIL

Die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst

  • Der Markt für Agrar-Roboter ist im Aufwind und soll der Studie zufolge bis 2025 um 39 % wachsen. Einer der Schlüsselfaktoren für diese Entwicklung ist der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften und Erntehelfern in den Bereichen Ernte und Unkrautbekämpfung.
  • Das AIL hat 109 Start-ups weltweit ausgemacht, die an einer Roboter-Entwicklung mitwirken. Davon sind allerdings die wenigsten marktreif.
  • In Bezug auf Design und Funktionalität scheint sich noch kein dominanter Produkttyp durchzusetzen.
  • Zwei zentrale, rechtliche Herausforderungen für Start-ups, die Agrar-Roboter herstellen, liegen im Bereich von Zulassungs- und Haftungsfragen.

Jetzt f3 Mitglied werden und direkt weiterlesen

Als f3-Mitglied erhälst du täglich Meldungen, Beiträge und Reportagen zu Innovationen und Start-ups aus den "grünen" Bereichen und wirst Teil des neuen Gründer-Netzwerks.

mehr Informationen bekommst du hier

Mit der „Robotics Challenge“ des Agro Innovation Labs sammelten die BayWa AG und die Raiffeisen Ware Austria allerhand Informationen über den derzeitigen Entwicklungsstand von autonomen Feldrobotern. f3 hat die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

Ein selbstfahrender Roboter, der eigenständig Ernte- oder Jät-Arbeiten übernimmt – fernes Zukunftsszenario oder gar nicht mal so unrealistisches Arbeitsbild der Landwirtschaft von morgen? Mithilfe der „Robotics Challenge“ hat sich das Team des Agro Innovation Labs (AIL) den Sommer über intensiv mit den Herausforderungen von Roboter-Unternehmen befasst und den Markt für Agrar-Roboter analysiert. f3 fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen, die hier gegen Eingabe der persönlichen Daten heruntergeladen werden kann.

(Fotos: Tien Tran)

Die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst

  • Der Markt für Agrar-Roboter ist im Aufwind und soll der Studie zufolge bis 2025 um 39 % wachsen. Einer der Schlüsselfaktoren für diese Entwicklung ist der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften und Erntehelfern in den Bereichen Ernte und Unkrautbekämpfung.
  • Das AIL hat 109 Start-ups weltweit ausgemacht, die an einer Roboter-Entwicklung mitwirken. Davon sind allerdings die wenigsten marktreif.
  • In Bezug auf Design und Funktionalität scheint sich noch kein dominanter Produkttyp durchzusetzen.
  • Zwei zentrale, rechtliche Herausforderungen für Start-ups, die Agrar-Roboter herstellen, liegen im Bereich von Zulassungs- und Haftungsfragen.

Die meisten führenden Lösungen sind bereits in der Lage, sich autonom in landwirtschaftlicher Umgebung fortzubewegen.

Auszug

Gründe für Marktpotenzial

  • Das Marktpotenzial begründen die Studienmacher mit zwei Entwicklungen. 1. Eine wachsende Weltbevölkerung benötigt mehr landwirtschaftliche Arbeitskraft – die aber immer schwerer zu finden ist. 2. Der Einsatz von Robotern könnte Landwirtschaft nachhaltiger gestalten: Roboter könnten Unkraut mechanisch bekämpfen oder aber mit einem Minimal-Einsatz von Pflanzenschutzmitteln dort, wo es nötig ist.
  • Nordamerika ist der größte Markt für Roboter-Lösungen. Europa der zweitgrößte.
  • Aus Nordamerika stammen auch die meisten Robotic-Start-ups, die an der Robotic Challenge teilgenommen haben. (32) Aus europäischen Ländern stammen die Hälfte der teilnehmenden Start-ups. (11 aus UK, 11 aus Frankreich, 10 aus den Niederlanden, 9 aus Deutschland, 3 aus Spanien, je 2 aus Belgien, Dänemark, Norwegen, Italien, je 1 aus Polen, Schweden und der Schweiz.)

Entwicklungsgrad

  • Die bestehenden Roboter sind meistens als „Plattform-Lösung“ konzipiert: Eine Hardware soll mit unterschiedlichen, aufgaben-spezifischen Tools kombiniert werden können, ggf. von externen Partnern. Im Gegensatz dazu stellen wenige Start-ups Lösungen her, die nur eine spezifische Aufgabe erfüllen sollen und im Nachgang auf andere Aufgaben erweitert werden müssen.
  • Im Bereich Unkrautvernichtung zeichnen sich vier mögliche Wege ab: 1. Mechanische Bekämpfung, 2. Punktgenaues Sprühen von Pflanzenschutzmittel, 3. Zerstörung des Unkrauts mit Strom oder 4. Zerstörung durch Hitze (Mikrowellenstrahlung oder heißes Rapsöl).
  • Die meisten führenden Lösungen sind bereits in der Lage, sich autonom in landwirtschaftlicher Umgebung fortzubewegen.
  • Marktreif sind außerdem Funktionen wie Allrad, automatische Reihenerkennung, Basis-Sicherheitssysteme oder Steuerungssoftware.
  • Noch nicht marktreif sind das automatische Erkennen von unterschiedlichen Getreide- oder Grassorten sowie kranken Pflanzen.

Geschäftsmodelle

  • Da der Kauf von Agrar-Robotern bei Landwirten aus Sorge vor schnellem „veraltet-sein“ auf Skepsis trifft, werden die Roboter künftig wohl eher als Dienstleistung angeboten werden. Solche Geschäftsmodelle werden als „Farming-as-a-Service“ (Faas) bezeichnet.