Gründerwerkstatt Perspektivwechsel

Studie: Agrar-Start-ups sind grün und innovativ free

Unter den Start-ups der Green-Economy tummeln sich vermehrt Gründerinnnen. (Foto: stock.adobe/ StockMediaProduction)

Der Anteil an Start-ups im Agrar-Bereich, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, wächst stetig. Dies geht aus einem aktuellen Start-up-Monitor hervor.

Ein Großteil der Start-ups aus dem Sektor Agrar- und Landwirtschaft zählen zu den sogenannten Green-Start-ups. So lautet eines der Ergebnisse des Green-Startup-Monitors 2020 vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. und dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit. Die meisten Green-Start-ups aus dem Befragungszeitraum 2019 kommen aber aus einem der Agrar- und Landwirtschaft verwandten Sektor.

Der Green-Startup-Monitor 2020 beleuchtete in einer Umfrage 1.620 deutsche Start-ups. 338 Start-ups zählen davon zur Green Economy und 1.282 sind ihr nicht zu zuordnen. Von allen deutschen Start-ups gruppiert der Monitor rund 6.000 Start-ups zur Green Economy. Das macht einen Anteil von 21% aus. Die als grün charakterisierten Start-ups haben gemeinsam, dass sie mit ihren Produkten, Technologien oder Dienstleistungen einen Beitrag zur ökologischen Transformation der Wirtschaft leisten.

Grüne Agrar- und Food-Start-ups vorn

7% der Start-ups der Green Economy machen junge Unternehmen aus dem Sektor Agrar- und Landwirtschaft aus. 69% der Start-ups aus dem Bereich zählt der Monitor zu den Green-Start-ups. Damit ist die Agrar- und Landwirtschaft mit dem größten Anteil an Green-Start-ups in 21 Branchen vor der Automobil- oder Textilindustrie vertreten. Zudem hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Anteil grüner Start-ups in der Agrar- und Landwirtschaft um 14 Prozentpunkte gesteigert.

Die Ernähr- und Lebensmittelindustrie ist mit 10% der Start-ups an der Green Economy beteiligt. In ihr sind 4 von 10 Start-ups grün.

(Quelle: Green-Startup-Monitor 2020)

Verschiebung Richtung Landwirtschaft und Ernährung

All jene Start-ups, die sich selbst der Green Economy zuordnen, wurden in diesem Jahr zusätzlich dazu aufgefordert, ihr Start-up in die unterschiedlichen Bereiche einzuordnen. Die Verteilung weist über die unterschiedlichen Bereiche der Green Economy einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft auf: Fast eins von vier grünen Start-ups engagiert sich in diesem Bereich. In den vergangenen Jahren stellte das Feld Energieeffizienz mit 40% den größten Nachhaltigkeitsbereich grüner Gründungen dar. 2019 zeigt sich eine klare Verschiebung in Richtung Ernährung und Landwirtschaft. Als wichtigste Nachhaltigkeitsbereiche folgen auf Ernährung und Landwirtschaft die Emissionsvermeidung und Energieeffizienz (mit jeweils 12%) sowie die Kreislaufwirtschaft und Rohstoff- und Materialeffizienz (mit jeweils 11%).

2019 zeigt sich eine klare Verschiebung in Richtung Ernährung und Landwirtschaft.

Auszug

Hoher Anteil an Gründerinnen

Der Anteil von grünen Start-up-Gründerinnen ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 22% angestiegen. Die Steigerung ist damit über sechs Mal höher als jene 0,6 Prozentpunkte, die für alle deutschen Start-ups verzeichnet werden können. Die Gründerinnenquote unter grünen Start-ups lag im Jahr 2019 dadurch mit 7% deutlich über dem Durchschnitt aller deutschen Start-ups mit 15,1%. Unter den nicht-grünen Start-ups lässt sich für den gleichen Zeitraum dagegen ein leichter Rückgang auf 13% feststellen.

Ein weiterer Unterschied zwischen grünen und nicht-grünen Start-ups zeigt sich bei der Finanzierung durch Business Angels und Venture Capital. Hier werden die grünen innovativen Wachstumsunternehmen erkennbar weniger häufig finanziert.

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