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Tesla-Ingenieur wechselt zu Agrar-Start-up free

Hydroponische Farmen im Stadtzentrum sind keine neue Idee - aber Plenty macht Fortschritte bei Obst und Gemüse. Foto: AdobeStock.com/nuttawutnuy

Nick Kalayjian verlässt den Autohersteller Tesla, um bei dem Start-up Plenty zu arbeiten. Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien betreibt Vertical Farming von Obst und Gemüse auf mehreren Hektar. Der Ingenieur ist nicht der Erste, der von dem Elektrofahrzeughersteller zu dem AgTech-Unternehmen wechselt. 

Nick Kalayjian, ein ehemaliger Tesla-Ingenieur, schließt sich Plenty an. Das in Kalifornien ansässige AgTech-Start-up wurde 2013 gegründet und beschäftigt sich mit Vertical Farming. Das Unternehmen baut Feldfrüchte in sechs Meter hohen, vertikalen Panelen an. Die Wurzeln werden von einem langsamen Rinnsal nährstoffreichen Wassers gespeist und kommen ganz ohne Erde und Pestizide aus. Außerdem sehen sie keine Sonne – Das Licht für die Pflanzen stammt aus LED-Lampen. Der Ingenieur verlässt Tesla aus dem Wunsch heraus, eine weitere große gesellschaftliche Herausforderung anzugehen, heißt es in einer Meldung des amerikanischen Forbes-Magazins. Dort sagte der Ingenieur: „Die Mission von Plenty ist potenziell größer als die Elektrifizierung des Transports.“

Nahrungsmittelanbau komplexer als ein Tesla

Die Indoor-Landwirtschaft hat bereits einige Talente und Kapital aus Silicon Valley angelockt. So wird Ingenieur Kalayjian in der neuen Firma auf mehr als ein Dutzend ehemalige Tesla-Mitarbeiter treffen. Der SoftBank Vision Fond war 2017 Hauptinvestor in einer 200-Mio.-Dollar-Runde von Plenty und erhöhte die Gesamtfinanzierung auf 226 Mio. US-Dollar.

Die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt sind gewaltig. Besonders im Bezug auf den Energieverbrauch – ein Problem, das Tesla bei seinen technischen Entwicklungen berücksichtigt.

Nick Kalayjian, ehemaliger Tesla-Ingenieur

Kalayjian ist ein von der Stanford University ausgebildeter Ingenieur, der auch einen Abschluss in Physik und mehrere Patente für seine Arbeit bei Tesla und Apple besitzt. Warum braucht ein Unternehmen, das Indoor-Farmen entwickelt, wie Kalayjian? „Wir produzieren Farmen“, sagte der Ingenieur in dem Forbes-Interview. „Das sind sehr hoch ressourceneffiziente Betriebe mit sehr komplexen technischen Anforderungen.“

Plenty ist Tesla sehr ähnlich: Wir wollen die Landwirtschaft revolutionieren, die noch größer ist als die Elektroindustrie.

Nick Kalayjian, ehemaliger Tesla-Ingenieur

Was macht Plenty?

Von außen sehen Plenty-Farmen wie Lagerhäuser aus. sie haben etwa eine Größe von 1 bis 2,5 ha. Im Inneren wachsen Pflanzen seitwärts auf vertikalen Säulen zwischen 2 bis 6 m. Mit präzisem Einsatz von Wasser, Nährstoffen, Temperaturkontrolle und Licht können laut Plenty im Laufe eines Jahres von rund 40 ha Acres bis hin zu 400 ha  konventioneller Feldproduktion auf wachsen“. Und das soll mit 1% des üblichen Wasserverbrauchs der Pflanzen in konventioneller Landwirtschaft. Durch den Anbau in der Nähe der Anbaufläche seien zudem die Transportkosten, der Kraftstoffverbrauch und der Kohlenstoffausstoß verringert.

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