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TimberTom gewinnt f3-Gründerpreis free

Die Familienbetriebe Land und Forst veranstalteten am vergangenen Wochenende das "Start-up Land". Einen Zukunftskongress, der innovative Ideen für den ländlichen Raum diskutierte. (Foto: Piepenbrock)

Auf dem Zukunftskongress der Familienbetriebe Land und Forst, dem Start-up Land, drehte sich alles um Innovationen im Agrar- und Forstbereich. Sie seien nötig, um die ländlichen Räume lebenswert zu halten und Arbeitsplätze zu schaffen. f3 verlieh einen Gründerpreis.

„Die jungen Leute heute sind gut ausgebildet und haben super Jobs – aber im Ausland.“ Es war auch diese Beobachtung, die den Vorsitzenden der Familienbetriebe Land und Forst, Michael Prinz zu Salm-Salm, dazu veranlasste, einen Zukunftskongress zu veranstalten. „Wir müssen die ländlichen Räume attraktiv halten, so dass die jungen Leute zurückkommen.“ Innovationen, Start-ups und die Digitalisierung helfen dabei, sagte er auf dem „Start-up Land“ vor rund 250 Kongressteilnehmern, die sich am vergangenen Samstag in Berlin-Marzahn trafen.

f3 verlieh den Gründerpreis

„TimberTom“ gewann den f3-Gründerpreis.

Zwölf Start-ups hatten sich um den f3-Gründerpreis und den Nachhaltigkeitspreis der Familienbetriebe Land und Forst beworben, die auf dem Kongress vergeben wurden. Nach je dreiminütigen Pitches durfte das Publikum abstimmen und entschied sich für diese Preisträger:

Den f3-Gründerpreis erhielt: „TimberTom“ aus Eigeltingen in Baden-Württemberg. Das Unternehmen um Gründer Ludwig Graf Douglas baut einen Online-Marktplatz für Holz, der Brennholz-Käufer und Verkäufer zusammenführt. Neben einem Preisgeld umfasst der Gewinn auch eine Reportage im f3-Magazin. Die Terminfindung für ein ausführliches Interview läuft bereits.

Den Nachhaltigkeitspreis gewann „SirPlus“ aus Berlin um Gründer Raphael Fellmer. Er kauft aussortierte oder „unansehnliche“ Lebensmittel auf und verkauft sie günstig weiter. 

Das Programm 

Am Vormittag warteten spannende Impulsvorträge auf die Teilnehmer: So berichtete Ariana Lotti unter anderem von ihren Erfahrungen, als sie aus den USA auf die elterliche Farm in Italien zurückkehrte. Es sei viel Risikobereitschaft und Widerstandsfähigkeit nötig gewesen, so Lotti, um die Farm gegen allerlei Widerstand auf ganz neue Art zu betreiben – heute allerdings erfolgreich.

Zweite Chance für Lebensmittel free

Prof. Dr. Ewald Wessling von der Hochschule Hannover sprach über den digitalen Wandel. Dieser sei disruptiv und treffe jeden. „Die Frage ist nur wann, wie stark und mit welchen Konsequenzen“, so Wessling. 

Benedikt Bösel, Vorsitzender der AgTech-Gruppe im Bundesverband Deutsche Startups betonte, wie wichtig es sei, nicht nur nachhaltig zu wirtschaften und Gutes zu bewahren. Sondern die Landwirtschaft weiterzuentwickeln und besser  zu werden. 

Am Nachmittag verteilten sich die Teilnehmer auf sechs Panels und Workshops und erarbeiteten eigene Ideen und neue Konzepte zu Themen wie Agribusiness, Waldbewirtschaftung, Marketing und Agrotourismus.

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