farm Wunschkonzert

Vielfalt in der Direktvermarktung

Felix Aldenhoff führt einen landwirtschaftlichen Betrieb vor den Toren des Ruhrgebiets. Sein Studium der Agrarwirtschaft schloss er im vergangenen Jahr in Soest ab. (Foto: Dicks)

„Unser Betriebserfolg basiert auf einer Symbiose aus Direktvermarktung und Landwirtschaft. Die vielseitige Landwirtschaft auf 40 ha funktioniert nur, weil wir den Hofladen haben und andersherum genauso. Freilandeier, Kartoffeln, Erdbeeren, Spargel, Kürbisse, Rind- und Schweinefleisch spiegeln nur einen Teil der breiten Produktpalette wider. Unsere Kunden kaufen nicht irgendwelche Produkte ein, sondern sie sehen, wie wir sie produzieren.

Unsere Kunden kaufen nicht irgendwelche Produkte ein.

Felix Aldenhoff

Aufgrund unseres guten Standortes ist der Betrieb schon lange in der Direktvermarktung tätig. Bereits meine Großeltern haben Kartoffeln und Eier in das nahe gelegene Ruhrgebiet gefahren. Den Hofladen starteten meine Eltern vor über 20 Jahren. Sie entwickelten diesen stetig weiter und haben ihn breiter aufgestellt. Nun sollen weitere Schritte folgen.

Automat für Grillfleisch

In den vergangenen Jahren konnten wir den Umsatz steigern. Durch zwei Automaten am Hof erreichen wir eine neue Zielgruppe. Denn beim Automaten möchten die Kunden einfach nur Geld einwerfen und die Ware möglichst schnell mitnehmen. Im Gegensatz zum Hofladen, wo die Kunden länger verweilen, das Gespräch mit uns suchen und den Betrieb genauer unter die Lupe nehmen. Im Automaten bieten wir unser Fleischsortiment an. Besonders zur Grillsaison kann ich mich somit außerhalb der Öffnungszeiten des Hofladens über neue Kunden freuen. Unser Hauptumsatz liegt aber weiterhin im Laden, in dem zeitweise drei Verkäuferinnen an der Ladentheke stehen.

Mit dem Grillfleischautomaten erreicht Felix eine neue Zielgruppe. (Foto: Dicks)

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Junglandwirt Felix Aldenhoff (25) bewirtschaftet einen Gemischtbetrieb in Dorsten im Ruhrgebiet. Der Betriebsschwerpunkt liegt in der Direktvermarktung. Ein Hofladen, der es mit jedem Supermarkt aufnehmen kann?

„Unser Betriebserfolg basiert auf einer Symbiose aus Direktvermarktung und Landwirtschaft. Die vielseitige Landwirtschaft auf 40 ha funktioniert nur, weil wir den Hofladen haben und andersherum genauso. Freilandeier, Kartoffeln, Erdbeeren, Spargel, Kürbisse, Rind- und Schweinefleisch spiegeln nur einen Teil der breiten Produktpalette wider. Unsere Kunden kaufen nicht irgendwelche Produkte ein, sondern sie sehen, wie wir sie produzieren.

Unsere Kunden kaufen nicht irgendwelche Produkte ein.

Felix Aldenhoff

Aufgrund unseres guten Standortes ist der Betrieb schon lange in der Direktvermarktung tätig. Bereits meine Großeltern haben Kartoffeln und Eier in das nahe gelegene Ruhrgebiet gefahren. Den Hofladen starteten meine Eltern vor über 20 Jahren. Sie entwickelten diesen stetig weiter und haben ihn breiter aufgestellt. Nun sollen weitere Schritte folgen.

Automat für Grillfleisch

In den vergangenen Jahren konnten wir den Umsatz steigern. Durch zwei Automaten am Hof erreichen wir eine neue Zielgruppe. Denn beim Automaten möchten die Kunden einfach nur Geld einwerfen und die Ware möglichst schnell mitnehmen. Im Gegensatz zum Hofladen, wo die Kunden länger verweilen, das Gespräch mit uns suchen und den Betrieb genauer unter die Lupe nehmen. Im Automaten bieten wir unser Fleischsortiment an. Besonders zur Grillsaison kann ich mich somit außerhalb der Öffnungszeiten des Hofladens über neue Kunden freuen. Unser Hauptumsatz liegt aber weiterhin im Laden, in dem zeitweise drei Verkäuferinnen an der Ladentheke stehen.

Direktvermarktung
Mit dem Grillfleischautomaten erreicht Felix eine neue Zielgruppe. (Foto: Dicks)

Eigener Konditor

Seit einigen Jahren verkaufen wir auch Kuchen und Brot im Hofladen. Dafür haben wir extra einen Konditor angestellt. Ich habe durch den Verkauf von Brot und Kuchen keinen wirklichen Mehraufwand im Verkauf. Schnell war klar: Das Verkaufsargument „Kuchen direkt vom Hof“ zieht bei unserem Kundenstamm. Mit der vielfältigen Produktauswahl und der Verarbeitung kann ich die Wertschöpfung auf meinem eigenen Betrieb halten. Ich kaufe zwar auch Produkte hinzu, aber es muss sich um handverlesene Produkte handeln, die mit genauso viel Sorgfalt hergestellt wurden, wie unsere eigenen. Der Unterschied zum Supermarkt muss gegeben sein. Denn ansonsten sind der höhere Preis und die weite Strecke für den Kunden nicht gerechtfertigt.

Der Unterschied zum Supermarkt muss gegeben sein.

Felix Aldenhoff

Seit vergangenem Sommer steht auch ein Mobilstall für Legehennen am Hof. Aktuell nehmen die Kunden die Eier sehr gut ab. Daher plane ich einen weiteren Stall. Ich kann somit ganzjährig Eier anbieten – auch wenn die Hühner in dem einen Stall in der Mauser sind. Einen Offenstall für Schweine fände ich ebenfalls interessant. Mit der Genehmigung gestaltet es sich jedoch schwierig, aufgrund der erhöhten Emissionen. Einen Online-Shop könnte ich mir prinzipiell vorstellen. Aber begünstigt durch die aktuelle Corona-Situation hat die Kundschaft Zeit, zu uns raus zu fahren, was uns aktuell sehr freut.“