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Von Schweinemast bis Moorschutz free

Auf dem Symposium der Edmund Rehwinkel-Stiftung wurden gestern neueste Forschungsergebnisse zum Klimawandel in der Landwirtschaft vorgestellt. (Foto: Landwirtschaftliche Rentenbank)

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Landwirtschaft? Und welche Anpassungsstrategien gibt es? Gestern stellte die Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank in Berlin neue Forschungsergebnisse vor.

„Der Beitrag der 28 EU-Staaten zu den weltweiten agrarrelevanten Treibhausgas-Emissionen (THG) ist relativ gering.“ Das sagten Dr. Martin Banse und Dr. Viktoriya Sturm vom Braunschweiger Thünen-Institut für Marktanalyse gestern in Berlin. Dort wurden Forschungsarbeiten zum Thema „Herausforderung Klimawandel – Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Anpassungsstrategien“ vorgestellt, die von der Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert wurden. Maßnahmen zu deren Vermeidung seien aber dennoch wichtig, so die Wissenschaftler weiter. Am wirkungsvollsten sei eine CO2-Steuer auf spezifische agrar-relevante THG-Emissionen. Dazu formulierten Banse und Sturm drei Optionen einer CO2-Steuer auf EU-Ebene.

Für die Landwirtschaft geht es um den Erhalt ihrer Produktionsgrundlage.

Dr. Horst Reinhardt

Dass klimarelevante Gase aus der Landwirtschaft nicht völlig zu vermeiden sind, ist wiederum das Ergebnis einer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführten Studie unter Leitung von Talke Heidkroß. Die Produktion könne aber effizienter gestaltet werden, sodass weniger klimaschädliche Gase emittiert werden. Im Projekt wurden Klimabilanzierungen durchgeführt – und zwar gemeinsam mit Schweinemastbetrieben und Beratungsorganisationen. Darüber hinaus identifizierte die Studie Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast.

Von Bewässerung bis Moorschutz

In Berlin präsentierten auch Professorin Jana Zinkernagel von der Hochschule Geisenheim sowie die Professoren Uwe Latacz-Lohmann und Friedrich Taube (beide Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) ihre Forschungsergebnisse. Während Professorin Zinkernagel untersuchte, wie sich der Klimawandel auf den Anbau und Bewässerungsbedarf von Freilandgemüse auswirkt, befasste sich Professor Latacz-Lohmann mit der Akzeptanz von Maßnahmen beim vertraglichen Moorschutz seitens betroffener Landwirte.

Professor Taube analysierte den Wurzelumsatz gängiger Futterpflanzen sowie die daraus resultierenden CO2-Emissionen. Er bestimmte das Potenzial verschiedener Grünlandarten zur Erhöhung der Kohlenstoffvorräte im Boden.

Die Schriftenreihe zum Download

Der Sprecher des Vorstands der Rentenbank und Vorstandsvorsitzende der Edmund Rehwinkel-Stiftung, Dr. Horst Reinhardt, würdigte die fünf Arbeiten als wichtige Beiträge zur aktuellen Diskussion um die Klimaveränderungen. Er sagte: „Spätestens seit dem Hitzesommer 2018 weiß jeder um die großen Herausforderungen eines fortschreitenden Klimawandels. Die Landwirtschaft ist sich ihrer Rolle und ihrer Verantwortung bewusst. Für sie geht es dabei um den Erhalt ihrer Produktionsgrundlage.“

Die Studien böten dazu eine Reihe konkreter Handlungsempfehlungen. Die vollständige Schriftenreihe steht hier zum Download bereit.

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