digital farm

Was fehlt? Ein Netzwerk. free

Ein Netzwerk erleichtert den Austausch zwischen Unternehmern, Start-ups und Landwirten. (Foto: goodluz/ StockAdobe)

Rund drei Viertel der deutschen Unternehmen bemängeln fehlende Kontakte zu Start-ups. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Bitkom hervor. Auf Unternehmen aus dem Agribusiness bezogen, könnte das f3-Netzwerk Abhilfe schaffen.

Keine Zeit, fehlende Kontakte sowie ein Mangel an finanziellen Mitteln: Viele Unternehmen verzichten auf die Zusammenarbeit mit Start-ups. Das ergibt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Dabei“, so unterstreicht der Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Pressemitteilung, „sind Start-ups nicht nur besonders innovationsstark. Sie bringen auch frischen Wind in eingefahrene Strukturen und Prozesse.“

Das f3-Netzwerk

Zumindest in Sachen fehlende Kontakte und was das Agribusiness angeht, kann das f3-Netzwerk von Nutzen sein. Klar, dass ein etablierter IT-Konzern es schwer hat, den digital affinen Gründer im ländlichen Raum ausfindig zu machen.

Ernsthafte Konkurrenz

Die Umfrage des Bitkom blickte über die Landwirtschaft hinaus. Insgesamt 606 deutsche Unternehmen nahmen branchenübergreifend an der Umfrage teil. Ein Ergebnis: Start-ups werden immer mehr zu einer ernsthaften Konkurrenz für etablierte Unternehmen – jeder vierte Umfrageteilnehmer (27 %) gibt dies an. Bei einer vergangenen Bitkom-Umfrage vor zwei Jahren waren es nur 18 %. Dennoch arbeiten zwei Drittel der Unternehmen nicht mit Start-ups zusammen. Demgegenüber steht das Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen Partnerschaften mit IT-Spezialisten eingehen und zusätzlich fast jeder Dritte auf eine Zusammenarbeit mit anderen Etablierten schwört.

Mangelnder Kontakt zu Start-ups stellt für viele Unternehmer ein Problem dar. (Grafik: bitkom)

Gründe fürs Nicht Kooperieren

Überraschend sind die Gründe, weshalb Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Start-ups verzichten. So gibt jeder zweite der Geschäftsführer (53 %) an, keine Zeit für Start-up-Kooperationen zu haben. Vor zwei Jahren lag der Anteil mit 39 % deutlich darunter. Rund drei Viertel (73 %) nennen als Grund mangelnde Kontakte zu Start-ups. Jeweils 3 von 5 Unternehmen sagen, sie sehen keinen Mehrwert in einer Zusammenarbeit mit Start-ups (59 %) bzw. es gebe kein geeignetes konkretes Projekt (56 %). Nur jedes vierte Unternehmen beklagt fehlende finanzielle Mittel (24 %). Der Bitkom-Präsident Achim Berg bringt die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit mit Start-ups auf den Punkt: „Viele Unternehmen tun sich immer noch schwer damit, den digitalen Wandel zu gestalten. Umso wichtiger sind Kooperationen und Partnerschaften zwischen jungen und etablierten Unternehmen, damit deutsche und europäische Unternehmen auf dem Weltmarkt führend bleiben.“

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden